Donnerstag, 04.03.2021

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Keine Impfstoff-Lieferung: Impftermine in Schwabach fallen aus

Freistaat liefert in dieser Woche nicht die ursprünglich zugesagte Impfstoffmenge - 17.01.2021 11:28 Uhr

Erst zu-, dann wieder abgesagt: Der Freistaat Bayern stellt dem Schwabacher Impfzentrum in dieser Woche bei weitem nicht die angekündigte Menge Impfstoff gegen das Corona-Virus zur Verfügung. Die Folge: Die bereits zugesagten 230 Erst-Impftermine müssen abgesagt werden. Nur Zweitimpfungen finden statt.

17.01.2021 © Foto: News5/Merzbach


Die 230 Impfwilligen, die sich in dieser Woche die erste Spritze setzen lassen wollten, können nach Stadtangaben daher frühestens mit einwöchiger Verspätung geimpft werden.

"Zu unserem großen Bedauern sehen wir uns daher gezwungen, bereits vereinbarte Termine zur Erstimpfung in dieser Woche abzusagen", so Stadtrechtsrat Knut Engelbrecht. Insgesamt betrifft dies nach seinen Worten 85 Termine im Impfzentrum an der Huttersbühlstraße sowie 145 Erstimpfungen in Pflegeheimen der Stadt.


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Verärgerung lässt sich auch aus den Worten von Oberbüprgermeister Peter Reiß herauslesen: "Wir würden uns sehr wünschen, dass die Versorgung mit Impfstoff mittlerweile fast vier Wochen nach Impfstart eine gewisse Verlässlichkeit erreicht. Unser Schwabacher Impfzentrum könnte täglich wesentlich mehr Impfdosen als schon zuletzt geliefert verimpfen – doch statt vorwärts zu kommen, müssen die Mitarbeitenden vor Ort doppelte Arbeit leisten".

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Auch klappt es nach wie vor nicht, online über die zentrale Terminsoftware einen Impftermin zu buchen: "Ebenso kann man sich bei der zentralen Terminsoftware trotz gegenteiliger Zusagen nach wie vor nur registrieren, aber keine Termine direkt buchen. Hierbei gilt genauso wie bei der jetzt ausgefallen Impfstofflieferung: Die Verantwortlichkeit hierfür trägt nicht unser Impfzentrum. Ich kann jedoch nachvollziehen, dass bei vielen Betroffenen dieser Lieferpanne das Verständnis gering ist", so der Schwabacher Oberbürgermeister.

Betroffene sollen informiert werden

Die Betroffenen werden in den kommenden Tagen telefonisch informiert und für die ersten Termine nach Lieferung neuen Impfstoffs vorgesehen, verspricht die Stadtverwaltung.

Ausreichend ist die nunmehr zur Anlieferung gemeldete Impfstoffmenge lediglich für diejenigen Personen, die bereits vor etwa drei Wochen die Erstimpfung erhalten hatten und nunmehr zur Wirksamkeit des Impfschutzes die zweite Impfung benötigen.

Ein kleiner Lichtblick: Auch für die Erstimpfungstermine am Montag, 18. Januar, wurde vom Impfzentrum ausreichend Impfstoff vorgehalten, sodass auch diese noch planmäßig stattfinden können, alle anderen müssen um eine Woche verschoben werden.

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jk

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