Donnerstag, 21.11.2019

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Kerwa in Leerstetten: Ganz im Zeichen fränkischer Tradition

Der 46. Kerwabaum war erneut das Wahrzeichen des traditionellen Fests - 27.08.2019 16:02 Uhr

Mit dem Betzen-Austanzen auf dem Rühl-Hof in Leerstetten fand das Programm zur Kerwa seinen Höhepunkt und gleichzeitig seinen Abschluss. Zwischen den Tänzen wurden allerlei Preise an die Teilnehmer verlost. © Foto: Andreas Hahn


Fränkische Traditionen prägten die Kirchweih in Leerstetten: Im Altort stellten die Kerwaboum vereint mit den Alt-Kerwaboum unter dem Kommando von Jörg Rudel das Wahrzeichen der Kerwa auf, den 33 Meter hohen Kerwabaum. Die Äste hatten sie vom Baum entfernt, lediglich das Grün an der Spitze wurde belassen und stattdessen zwei große Kränze, geschmückt mit bunten Bändern, am Baum befestigt.

Am Stamm verewigten sie zudem einen eingeschnitzten Maßkrug, die Jahreszahl 2019 und in römischer Schreibweise die Zahl 46 – für den 46. Kerwabaum in der Geschichte der Leerstettener Kirchweih.

Am Kirchweihsonntag waren die Kerwaboum und -madli ebenfalls unterwegs. Vormittags besuchten viele von ihnen den Kirchweihgottesdienst, nachmittags fuhren sie mit einem Pferdewagen durch Leerstetten. Auf dem Wagen sorgte eine Kapelle für Stimmung, während die Kerwaboum die Einwohner Leerstettens dazu aufriefen, die Kerwa zu besuchen. Das taten sie auch beim traditionellen Weckruf am darauf folgenden Tag.

Schaf als Hauptpreis

Ihren großen Auftritt hatten die Helfer aber beim Betzen-Austanzen auf dem Rühl-Hof im Altort. Zwischen den einzelnen Tanzrunden erfolgte die Verlosung zahlreicher Sachpreise, unter anderem von einer Holzbank, die aus einem früheren Kerwabaum gefertigt wurde. Der Hauptpreis war ein Schaf, gespendet von Landwirt Fritz Schrödel, das Florian Dorst aus Leerstetten gewann. Das Betzen-Austanzen wurde auch genutzt, um zwei Kerwaboum, die ihre zehn Jahre absolviert hatten, zu verabschieden: Kevin McOscar und Bastian Volkert dürfen sich nun Alt-Kerwaboum nennen.

Dass der kirchliche Ursprung des Kirchweihfestes nicht in Vergessenheit geriet, dafür sorgte der Festgottesdienst mit Abendmahl am Kirchweihsonntag. Pfarrer Wilfried Vogt hielt die Predigt, die musikalische Ausgestaltung übernahm der Posaunenchor Leerstetten.

Am Dienstag kam es in den frühen Morgenstunden noch zu einem Zwischenfall: Zwei Besucher der Kirchweih gerieten in der Hauptstraße in Streit, wobei der 35-jährige Beteiligte dem 27-jährigen mit der Faust ins Gesicht schlug. Bevor die Polizei eintraf, entfernte sich der Schläger. Gegen ihn wird ermittelt.

ANDREAS HAHN

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