Freitag, 16.04.2021

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Kia Baskets springen auf Platz drei

62:54-Erfolg in der 2. DBBL Süd gegen die BSG Baskets Ludwigsburg - 07.03.2021 12:18 Uhr

Zwar nur für etwas mehr als drei Minuten, aber immerhin. Anna Furman (li.) ist zurück bei den Kia Baskets. Zum ersten Mal war sie in der laufenden Saison im Einsatz.

07.03.2021 © Foto: Salvatore Giurdanella.


Mensch, war dieser Erfolg wichtig! Wichtig vor allem für die Psyche. Mit 62:54 (20:15, 14:19, 15:7 und 13:13) beendeten die Kia Baskets in der Schwimmbadhalle eine schwierige Saisonphase, die damit begonnen hatte, dass die DBBL vor einigen Wochen durch ihre Entscheidung, die Teilnehmer an den Aufstiegs-Playoffs auf zwei zu begrenzen, sowie den Abstieg auszusetzen, aus der aktuellen Saison in der 2. Bundesliga für die meisten Mannschaften jegliche Schärfe nahm. Vor zwei Wochen folgte dann die Heimniederlage gegen die Falcons Bad Homburg und zuletzt die vermeintlich positiven Tests unmittelbar vor der Abreise nach Heidelberg, was im Nachhinein Gott sei Dank nur einen Spielausfall bescherte, denn keines der Mädchen war infiziert. Und nun das Heimspiel gegen das Schlusslicht BSG Baskets Ludwigsburg, das zuletzt durch seinen ersten Saisonsieg in Saarlouis (73:70) gezeigt hat, dass man sich für das Saisonfinale doch mehr vorgenommen hatte.

Alles keine besonders guten Voraussetzungen für die Kia Baskets, in die Erfolgsspur zurückzukehren. Doch die Mädels sowie ein erneut jenseits der Seitenlinie alles gebender Coach Nikolay Gospodinov betrieben für den Sieg einen hohen Aufwand. Und sie belohnten sich gleich doppelt. Nicht nur mit zwei Punkten, sondern vor allem mit dem Sprung nach oben auf Tabellenplatz drei. Vielleicht zeigt die Rangliste derzeit wegen der vielen Lücken im Spielplan kein verlässliches Bild der wahren Kräfteverhältnisse, aber gerade sind die Kia Baskets beste Mannschaft hinter dem souveränen Führungs-Duo. "Und das wollen wir bleiben", gibt sich Managerin Angie Walden kämpferisch.

Normalerweise würde dieser dritte Platz ja die Teilnahme an den Playoffs zur 1. Bundesliga erlauben, aber Corona gibt längst die Marschrichtung vor. So sind dafür nur die ersten beiden Teams qualifiziert. Schon in der Vorsaison waren ja die Kia Baskets wegen der Pandemie um den Lohn ihrer guten Saison gebracht worden. Damals hatte Corona die Playoffs verhindert. Schwabach wäre als Vierter qualifiziert gewesen.

Furman-Comeback

Doch genug gejammert: Das Spiel gegen Ludwigsburg lieferte auch einige positive Aspekte. So unternahm Anna Furman die ersten Gehvesuche nach ihrer Krankheit. Zuvor war sie in dieser Saison lediglich im Pokal gegen Würzburg am Ball. Und nun die ersten 3:13 Minuten. Prompt gelang ihr ein Korbversuch. "Für mich war die wichtigste Erkenntnis zu diesem Spiel, dass Anna wieder dabei ist", sagte Angie Walden. Natürlich wolle man sie jetzt behutsam in die Mannschaft einbauen und dosiert aufs Spielfeld schicken, um die Verletzungsgefahr nach der langen Pause zu minimieren.

Auch die Pressverteidigung, die "wir zum ersten Mal gut spielten", habe toll geklappt, freute sich Walden, die erneut "Nicki" Metzel wegen ihrer Präsenz in der Defense lobte, auch wenn sie diesmal "nur" 15 Punkte beisteuerte. Ein Sonderlob verdiente sich auch Tonia Lohneiß, die gerade dann, wenn es die Kia Baskets nötig hatten, wichtige Punkte erzielte. Und die Kia Baskets hatten diese phasenweise nötig. Immer wieder verspielten sie klare Führungen. So war wenige Minuten vor Schluss das Polster auf zwei Punkte geschmolzen.

Kis Baskets Schwabach: Lea Vatthauer (13 Punkte/2 Dreier), Kerstin Clauß, Lea Rasenberger (6), Tonia Lohneiß (10), Ramona Hesselbarth (2), Kaela Hilaire (14), Anna Furman (2), Diana Fett, Antonia Schüle, Chiara Mehrburger, Nicole Metzel (15).

ROLAND JAINTA

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