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Klarheit an den Schießständen

Auch der Mittelfränkische Schützenbund hat jetzt die Saison abgebrochen und Empfehlung für die Gaue ausgesprochen. - 03.06.2020 09:28 Uhr

Corona hat nun auch bei der Schützen ganze Arbeit geleistet. Die Saison 2019/20 ist abgebrochen, die sportliche Situation scheint aber geklärt zu sein. © Jan Stephan


Die Rundenwettkämpfe (RWK) waren Mitte März wegen der Pandemie zunächst unterbrochen worden. Damals hatte man noch geplant, die wenigen noch offenen Vergleiche zu einem späteren Zeitpunkt durchzuführen. "Durch die Auflagen der Vierten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung hat sich die Sport- und Rundenwettleitung im MSB entschlossen, die Bezirks-RWKs des Sportjahres 2019/2020 einschließlich der Gauoberligen mit Stand vom 13. März 2020 für beendet zu erklären", heißt es nun in einer Pressemitteilung des Schützenbezirks Mittelfranken.

In dem von Bezirkssportleiter Berndt Heymann und Rundenwettkampfleiter Gerhard Köhler unterzeichneten Schreiben wird weiter festgestellt, dass der MSB damit der Vorgehensweise des Deutschen und des Bayerischen Sportschützenbundes folge. Sie hatten zuvor schon ähnliche Sonderregelungen getroffen.

Großzügige Regelung

Die Auf- und Abstiegsregelungen werden einmalig außer Kraft gesetzt. Die neue (und großzügige) Regelung sieht so aus: Die Teams auf Platz eins in den Mittelfrankenligen (Luftgewehr und Luftpistole) steigen ohne Aufstiegswettkampf in die Bayernliga Nord-West auf. Alle Teams, die in bereits beendeten Ligen auf Rang eins oder auf Abstiegsplätzen sind, steigen auf beziehungsweise ab.

Alle Mannschaften in abgebrochenen Ligen, die uneinholbar auf Platz eins sind, steigen ohne Aufstiegswettkampf in die nächsthöhere Liga auf, außer bei der Sportpistole. Alle Mannschaften in abgebrochenen Ligen, die auf Abstiegsplätzen sind und rechnerisch keine Chance mehr auf den Klassenerhalt haben, steigen in die darunterliegende Liga ab. Des Weiteren dürfen alle Teams, die in abgebrochenen Ligen Erster sind, aber noch nicht sicher aufgestiegen waren, selbst entscheiden, in welcher Liga sie die kommende Runde bestreiten wollen.

Alle Mannschaften in abgebrochenen Ligen, die auf Abstiegsplätzen sind und theoretisch den Klassenerhalt noch hätten schaffen können, dürfen ebenfalls selbst entscheiden, in welcher Liga sie wollen. Auch die Mannschaften, die in den Gauoberligen auf Platz eins stehen dürfen selbst festlegen, ob sie die kommende Runde in der Bezirksliga bestreiten wollen.

In der RWK-Runde 2020/2021 wird auf Grund der teilweise übergroßen Gruppen die Anzahl der Gruppen je Liga aufgestockt, damit maximal acht Mannschaften in einer Gruppe sind. Dadurch kann eine Runde mit maximal 14 Wettkampfwochen gewährt werden. Nach Abschluss der Runde 2020/2021 wird angestrebt, alle Ligen wieder auf die bisherige Gruppenzahl zu bringen. Das hat einen verschärften Abstieg zur Folge. Auch werden mehr Mannschaften in die Gauoberligen absteigen.

Darüber hinaus wird den Schützen-Gauen empfohlen, analog dieser Regelungen zu verfahren.

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