Freitag, 05.03.2021

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Landwirts-Familie Bub erntet Äpfel und Birnen in Bio-Qualität

Umstellung dauerte vier Jahre - Gerlinde, Topaz, Satana, Pinova, Mairac, Conference-Birne - 17.09.2015 10:28 Uhr

Mit dem Fahrrad waren Schwabachs Grüne nach Oberreichenbach gekommen, um die Bio-Apfelplantage der Familie Bub in Augenschein zu nehmen.

15.09.2015 © Foto: oh


Günther und Diana Bub sind Landwirte mit Leib und Seele, bauen die Sonderkulturen Tabak und Spargel, aber auch Getreide an und auch noch Holunder und Haselnüsse. Es gibt auch Gänse und Hühner auf dem Hof. Und jetzt kommen Äpfel und Birnen in Bio-Qualität dazu.

Mit den Jahren sei bei ihnen der Gedanke an „bio“ gewachsen und gereift. Die treibende Vorstellung war: „In einen Apfel muss man einfach reinbeißen können, ohne ihn vorher unbedingt waschen zu müssen.“ Und jetzt gibt es die verschiedensten Sorten von Äpfeln und Birnen mit den wohlklingenden Namen Gerlinde, Topaz, Satana, Pinova, Mairac, Conference-Birne. Es sind Apfelsorten für das ganze Jahr, solche, die im Sommer schmecken, und solche, die noch im folgenden Frühsommer besonders schmackhaft sind.

„Die Obstplantage ist für 20 bis 25 Jahre angelegt und kann im Gegensatz zu Streuobstbäumen leicht geerntet werden. Das Obst soll möglichst regional vermarktet werden. Noch immer kommen auch im Biobereich viele Lebensmittel aus dem Ausland und viel zu wenig aus der Region“, so Familie Bub.

Damit aus Plantagenobst Bioobst wird, muss das Obst ohne Spritzgifte und ohne chemische Düngung auskommen. Dazu sind viel Wissen und Erfahrung um die Zusammenhänge von Sorten, Pflanzen, Boden, Kleinklima und Pflanzenkrankheiten notwendig. So muss ein Landwirt, der Obstbauer wird, viel Neues lernen und wagen.

Geringerer Nährstoffbedarf

Günther Bub steht dazu und düngt seine Obstkultur mit stickstoffliefernden Untersaaten wie Kleegräser, Lupinen, Erbsen. Der Nährstoffbedarf einer Apfelplantage ist wesentlich geringer als der eines Maisackers. Die Obstsorten sind schorfrestistent, und gegen mögliche Pilzkrankheiten wird nur wenn unbedingt notwendig mit Schwefelkalk oder mit Tonerden gespritzt. Das Schadinsekt Apfelwickler wird mit Ferromonpräparaten so irritiert, dass die Männchen die Weibchen nicht finden können. Vier Jahre dauert es, bis das Plantagenobst nach der EU-Zertifizierung vermarktet werden kann. Heuer ist also die erste Ernte fällig.

Alles Obst, was nicht direkt vermarktet werden kann, wird sortenrein selbst zu Apfelsaft gepresst und als solcher verkauft. Die Grünen wissen zu schätzen, dass immer wieder Landwirte bereit sind, bodenschonend, umweltverträglich, bienen- und hummelfreundlich, Nahrungsmittel mit entsprechenden Auflagen, Kontrollen und Mehrarbeit zu produzieren.

st

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