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Museum wieder gewachsen

Schwanstetter Museumsverein beleuchtet altes Haus - 07.02.2011 09:29 Uhr

Früher Wirtshaus, schon lange Wohnhaus: Das Anwesen in der Hauptstraße 34 in Leerstetten (früher Leerstetten 2). Renoviert wurde es 1987. © Köhl


Diesmal ist es das Haus in der Hauptstraße 34, in Leerstetten. Im Türsturz ist die Jahreszahl 1787 eingemeißelt. Der Internet-Museums-Wärter Alfred Köhl stellt das Haus vor.

„Das zweigeschossige Gebäude fällt durch seine traufseitige Erschließung auf. Es steht giebelseitig zur Hauptstraße und bildet dort einen städtebaulichen Akzent im Altort von Leerstetten“, heißt es auf der Seite des Museumsvereins.

Die Datierung des Gebäudes sei unklar. Das einfache, aber kräftige Fachwerk, ohne besondere Motivbildung, das nur straßenseitig dargestellt ist, lasse keine Datierung des Baus zu. Das Türgewände stamme zwar samt Sturz von 1787, wahrscheinlich sei es jedoch aus einem Vorgängerbau übernommen worden.

Das Haus sei einmal eine Gastwirtschaft mit Herberge gewesen, allerdings wegen der geringen Größe wohl eine kleine. Für die Gastwirtschaft in dem Haus hat Alfred Köhl zahlreiche urkundliche Belege gefunden

1827 bis 1842 gehörte es dem Wirt, Ökonom und Metzgermeister Johann Distler. Der letzte Beleg für die Gastwirtschaft stammt vom 11. Februar 1919: „In der heutigen Sitzung fasste der Ausschuss den Beschluss, gegen die Fortführung der Gastwirtschaft auf Haus-Nr. 2 durch den Käufer Georg Bierlein von Altenberg nichts einzuwenden, da in der Person des Gesuchstellers keine Versagungsgründe vorliegen.“ Heute ist das Gebäude ein Wohnhaus.

GUNTHER HESS

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