Neun Einser-Abiturienten am Schwabacher WEG

5.7.2018, 06:00 Uhr
Für die Abiturienten des Wolfram-von-Eschenbach Gymnasiums beginnt nach bestandenem Abitur der Start in einen neuen Lebensabschnitt. Dies feierten sie in Schwanstetten mit einem Abiball, bei dem auch die besten Schüler geehrt wurden.

© Andreas Hahn Für die Abiturienten des Wolfram-von-Eschenbach Gymnasiums beginnt nach bestandenem Abitur der Start in einen neuen Lebensabschnitt. Dies feierten sie in Schwanstetten mit einem Abiball, bei dem auch die besten Schüler geehrt wurden.

Alle 87 Schülerinnen und Schüler dieses Jahrgangs haben ihr Abitur bestanden. Nur zwei von ihnen mussten nach den schriftlichen Arbeiten in die mündliche Prüfung.

Dr. Richard Kifmann, Direktor des Gymnasiums, konnte in seiner Abiturrede vor den Schülern und ihren Eltern berichten, dass der Durchschnittswert der Abiturnoten 2,22 betragen habe. Das sei unerreicht in der Region.

Der 2018er-Jahrgang war der erste Abiturjahrgang, den er acht Jahre seit ihrem Übertritt aus der Grundschule als Direktor des WEG begleitete. Der Direktor würdigte nicht nur die Schulleistungen, sondern auch das vielfältige Engagement der Schüler in den vergangenen acht Jahren. Das galt nicht zuletzt — wie es sich für ein musisches Gymnasium gehört — für die verschiedenen Musicalaufführungen, wie zuletzt mit dem "Sommernachtstraum". Dabei hätten sie nicht nur eine gehörige Portion Witz, sondern auch Selbstsicherheit an den Tag gelegt, sagte der Schulleiter.

Rückblick auf acht Jahre

Martin Holtmeier, der als Oberstufenkoordinator für die Betreuung der Jahrgangsstufe zuständig war, hielt ebenfalls einen Rückblick auf die für die Abiturienten so wichtige Zeit vom Beginn des Schuljahres bis zur erlösenden Nachricht des Bestehens.

Philip Mangelberger, Sprecher der Oberstufe, stellte in seinem Rückblick einen Bezug zum Biologie-Unterricht und zu den Lehren von Charles Darwin her. Darwins sagte, dass die am besten angepassten Individuen überleben: Der natürlichen Selektion sei in den vergangenen acht Jahren getrotzt worden und letztendlich hätten sich die Abiturienten gegen den Selektionsdruck des Kultusministeriums durchgesetzt. Er dankte den Lehrern für die exzellente Vorbereitungen. Neben Schwanstettens Rathauschef Robert Pfann beglückwünschte auch der Schwabacher Bürgermeister Dr. Roland Oeser die Schulabgänger.

1,0 gab es nur einmal

Der Höhepunkt des Abends war die Zeugnisübergabe, bei der Oberstufenkoordinator Martin Holtmeier jeden Schulabgänger ein Glas Honig seiner eigenen Bienen mitgab, um ihnen den Weg nach der Schule zu versüßen. Im Verlauf des Abends wurden auch viele Videos gezeigt: Eines zeigte beispielsweise einen Zusammenschnitt der Aktivitäten der Jahrgangsstufe während ihrer Jahre am WEG, ein anderes enthielt Grüße von Lehrern des Gymnasiums an ihre Schüler.

Später erfolgten dann besondere Ehrungen. Dazu zählte die Auszeichnung der Abiturienten, die ein Einser-Abitur (Notenschnitt 1,5 oder besser) "gebaut" hatten. Über das einzige 1,0-Abitur freute sich Alexandra Bittner, die auch zusammen mit Annika Haas durch das Programm des Abiturballs führte. Geehrt wurden außerdem Luise Schäfer (1,1), Tamara König und Joachim Schwardt (jeweils 1,3) sowie Adina Endres, Alexandra Gußner, Nico Hambauer, Laura Heinloth und Jonathan Budnick mit jeweils der Abiturnote 1,5.

Auszeichnung für Arbeit zu Monsterwellen

Zusätzlich gab es auch Sonderpreise für viele Abiturienten für herausragende Leistungen im Abitur: Amelie Feige durfte für ihre Seminararbeit mit praktischer Ausrichtung zum Thema Monsterwellen eine Auszeichnung der Naturhistorischen Gesellschaft in Empfang nehmen. Die Deutsche Physikalische Gesellschaft bedachte Lara Meyer mit einem Förderpreis für ihre Seminararbeit zum Thema Geodäsie anhand des Glatzensteins. Weitere Förderpreise erhielten Joachim Schwardt, Alexandra Gußner, Nico Hambauer und Pia Schwarzmann. Alexandra Bittner bekam zwei Preise: Zum einen gab es von der Deutschen Mathematikervereinigung einen Preis für den besten Abschluss im Fach Mathematik. Weiterhin gab es für sie von der "Stiftung Natur Mensch Kultur" für den besten Abschluss im Fach Biologie den Biozukunftspreis 2018.

Eine hervorragende Leistung zeigte auch Luise Schäfer, die für den besten Abschluss im Fach Latein den schulinternen Lateinpreis erhielt. Außerdem wurde sie von der Gesellschaft Deutscher Chemiker für ihre Leistungen im Fach Chemie mit einem Buchpreis geehrt. Jorina Baltzereit erhielt für ihre Leistungen im Fach Kunst den Edith-Wenninger-Preis und der Musikpreis des Fördervereins des WEG ging an Gabriel Schleehahn.

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