Kirchweih

Rednitzhembach: So war's früher bei den Kerwa Boum

18.6.2021, 11:00 Uhr
Die Kärwaboum (Neugründung 1977) und die Kärwamadli (seit 1981) gehören seit 40 beziehungsweise 44 Jahren wieder zur Rednitzhembacher Kirchweih. Ein Wiedersehen mit ihnen wird es aber erst 2022 geben.

 

Die Kärwaboum (Neugründung 1977) und die Kärwamadli (seit 1981) gehören seit 40 beziehungsweise 44 Jahren wieder zur Rednitzhembacher Kirchweih. Ein Wiedersehen mit ihnen wird es aber erst 2022 geben.   © Gemeinde Rednitzhembach, NN

Ein Bild aus dem Jahr 1928: Die Rednitzhembacher Kirchweihbuben – heute würde man „Kärwaboum“ sagen – beim Einholen des Kirchweihbaums. 

Ein Bild aus dem Jahr 1928: Die Rednitzhembacher Kirchweihbuben – heute würde man „Kärwaboum“ sagen – beim Einholen des Kirchweihbaums.  © Archiv Arbeitskreis Heimat & Geschichte, NN

Der historische Hintergrund der Rednitzhembacher Kirchweih ist die Gründung der Kirche. 1603 kaufte die Nürnberger Patrizierfamile Behaim die ehemals Zollnerschen Besitzungen in Rednitzhembach, und im gleichen Jahr wurde die Rednitzhembacher Kirchweih das erste Mal erwähnt.

Damals fand nur einmal im Jahr ein Gottesdienst in der evangelischen Kirche St. Antonius und Laurentius statt, und zwar am Rednitzhembacher Kirchweihsonntag, dessen traditionelles Datum der dritte Sonntag nach dem Dreifaltigkeitssonntag ist, also zwischen Mitte Juni und Anfang Juli.

Die Kirchweih ist gespickt mit Bräuchen und Ritualen, die oft einen historischen Hintergrund haben. Zu den allgemein verbreiteten Bräuchen gehören etwa das Kirchweih-Mahl und der Kirchweih-Tanz sowie das Aufstellen eines Kärwabaums. Die Traditionen wurden gelebt, und das war wichtig für die Bevölkerung, aber hin und wieder waren sie etwas eingeschlafen.

Böse Geister

Bürgermeister Dieter Schmidt erweckte im Jahr 1977 die alte Tradition der Kärwaboum wieder zu neuem Leben. Ab 1981 kamen dann die Kärwamadli dazu. Damit war wieder der Weg frei für den Tanz um den Kärwabaum.


Keine Kirchweih in Rednitzhembach


Der „Kärwabär“ stellt die bösen Geister in der Gemeinde dar, er treibt mit seinen rußgeschwärzten Händen sein Unwesen. Wer dem Bären zum Opfer gefallen ist, ist an den schwarzen Streifen im Gesicht zu erkennen. Er wird aber von den Kärwaboum und -madli eingefangen und reingewaschen. Somit sind alle bösen Geister aus dem Ort vertrieben.

Ebenfalls eine ganz alte Tradition bei der Rednitzhembacher Kirchweih: das Bärentreiben. Das Foto stammt ebenfalls aus dem Jahr 1928.
 

Ebenfalls eine ganz alte Tradition bei der Rednitzhembacher Kirchweih: das Bärentreiben. Das Foto stammt ebenfalls aus dem Jahr 1928.   © Archiv Arbeitskreis Heimat & Geschichte, NN

Das beliebte Kirchweih-Schießen für die Bürger findet immer großen Zulauf, und auch Konzerte der Orchester gehören zur Hembacher Kärwa.

So auch die Schaustellerfamilie Schwarz, die bereits in dritter Generation zusammen mit anderen Schaustellern mit ihren Buden und Fahrgeschäften das Highlight nicht nur für die Jugend ist.

Seit 2011 ist Bastian Schuhmann der Festwirt und sorgt mit zünftiger Musik für gute Stimmung im Festzelt. Für das richtige Flair im zweiten kirchweihlosen Jahr sorgt unter www.rednitzhembach.de unter dem Menüpunkt Video der fast 15-minütige Kirchweihfilm von Markus Dörnberger von 2019.

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