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Freitag, 26.04.2019

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Schwabach: Kinderbuch-Klassiker in neuem Gewand

Das Theatrum-Mundi-Ensemble hat nach Ablauf des Jubiläumsjahres den Räuber Hotzenplotz auf die Bühne gebracht - 07.01.2019 12:00 Uhr

Seppel und die Großmutter erzählen Wachtmeister Dimpfelmoser, was passiert ist. Doch dem fällt nichts weiter ein als alles in einem Protokoll festzuhalten. © Fotos: Robert Schmitt


Die Schwabacher Laien-Schauspieltruppe "Theatrum-Mundi-Ensemble" hat sich für seine neue Produktion nach Ablauf des Jubiläumsjahres den Kinderbuchklassiker von Otfried Preußler in der ersten autorisierten musikalischen Fassung ausgesucht. Das Libretto stammt von dem Liedtexter und Schauspieler Heiko Wohlgemuth. Die Musik hat Martin Lingnau komponiert. Herausgekommen ist ein echtes Musical.

Fesselnde Inszenierung

Insgesamt gelingt Regisseur Karlheinz Odörfer eine Inszenierung, die trotz zwei Stunden Dauer jeden von der ersten bis zur letzten Minute fesselt. Vor allem die zahlreichen Kinder im Bürgerhaus sind vollends begeistert. Sie begleiten die Handlung immer wieder mit erstaunlichen Kommentaren.

Musikalische Gaunerjagd

Die Mischung aus eingängigen Songs, witzigen Texten und komödiantischem Spiel liefert eine musikalische Gaunerjagd als klassische Kasperlgeschichte mit allem, was dazu gehört: Helden, Schurken, Fee und Zauberer sowie einem heillos überforderten Wachtmeister. Matthias Pöllet spielt und singt den Dimpfelmoser fabelhaft. "Jetzt machen wir erstmal ein Protokoll", ist sein Lieblingssatz, obwohl er den Fall viel ernster nehmen sollte. Denn Kasperl und Seppel werden von Hotzenplotz gefangen genommen.

Bloß gut, dass sie kurz zuvor die Identitäten getauscht haben. Kasperl trägt nun den Seppel-Hut, Seppel hat die Kasperl-Mütze aufgesetzt. Hotzenplotz will den Dümmeren der beiden an den Zauberer Petrosilius Zwackelmann verkaufen. Nun aber erreicht Kasperl das Schloss des unheimlichen Magiers.

Dort trifft er auf eine Unke, die sich dank Feenkraut aus Kasperls Hand in die Fee Amaryllis zurückverwandelt. Mit ihrer Hilfe kommt es zum Show-Down. Das Zauberschloss bricht zusammen. Zwackelmann geht mit unter, ehe sein letzter Lacher noch einmal jedem die Gänsehaut über den Körper treibt. Ihrem Retter gewährt Amaryllis drei Wünsche. So kann Hotzenplotz festgesetzt werden, und Kasperl schafft das Happy End. Der Wunschring bringt auch seine Mütze und Großmutters Kaffeemühle zurück. Verdienter Applaus für Theatrum Mundi.

Weitere Aufführungen gibt es am Dienstag, 8. und am Mittwoch, 9. Januar, jeweils ab 19 Uhr, im Schwabacher Bürgerhaus. Eintrittskarten sind noch an der Abendkasse erhältlich. 

ROBERT SCHMITT

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