Schwabach: Neues Hallenbad rückt näher

3.3.2021, 15:30 Uhr
Warten auf das Startsignal: Die drei Millionen Euro des Bundes könnten für den Neubau des Hallenbads ein solches sein. Entstehen soll er auf dem Gelände des Parkbads entlang der Walpersdorfer Straße.

Warten auf das Startsignal: Die drei Millionen Euro des Bundes könnten für den Neubau des Hallenbads ein solches sein. Entstehen soll er auf dem Gelände des Parkbads entlang der Walpersdorfer Straße. © Archivbild: Schwimmverein Schwabach

Der geplante Neubau des Schwabacher Hallenbads ist ein großes Stück wahrscheinlicher geworden. Der Bund fördert das Projekt mit drei Millionen Euro. Das hat am Mittwoch der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags in Berlin entschieden.

Reiß: "Tolles Signal"

"Das ist ein tolles Signal für die Schulen und den Sport in Schwabach", freute sich Oberbürgermeister Peter Reiß (SPD) in einer ersten Reaktion auf Nachfrage des Tagblatts. Gleichzeitig bedankte er sich für die Unterstützung von Abgeordneten, die er angesprochen hatte: "Alle in der Region haben an einem Strang gezogen."

Die Mittel stammen aus dem Förderprogramm "Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur" für den Erhalt der sozialen Infrastruktur. Die Stadt hatte im vergangenen Sommer unter Federführung von Stadtkämmerer Sascha Spahic einen entsprechenden Antrag gestellt, der in Berlin offenbar überzeugt hat. Neben OB Peter Reiß (SPD) hatte sich auch Schwabachs MdL Karl Freller (CSU) an Bundestagsabgeordnete gewandt und für das Projekt geworben.

Das jetzige Hallenbad aus dem Jahr 1970 ist technisch veraltet. Eine Sanierung gilt als nicht mehr sinnvoll. Obwohl die Planungen für den Neubau laufen und im Grundsatz vom Stadtrat bereits gebilligt sind (wir berichteten), steht die endgültige Entscheidung über den Bau aber noch aus. Reiß geht von April oder Mai aus.

In der Sache ist man sich im Stadtrat einig. Nach zuletzt guten Haushaltsjahren war man das vor einigen Jahren bereits einmal verschobene Projekt neu angegangen. Das Problem nun: Corona schlägt in Form von Steuerausfällen auch zu den Stadtfinanzen durch.

Umso wichtiger dieser bisher nicht eingeplante Zuschuss. "Das ist eine einmalige Gelegenheit aus einem Sondertopf. Und wir bekommen den Höchstbetrag. Da müssen wir zuschlagen", so Peter Reiß.

Sieben statt zehn Millionen

Die Zahlen: Die Kostenschätzung beläuft sich auf rund 17 Millionen Euro. Der Freistaat hat rund sieben Millionen Zuschuss zugesagt. Durch die nun bewilligte Bundesförderung müsste die Stadt statt zehn nur noch sieben Millionen aufbringen.

"Das ist auch in schwierigen Zeiten stemmbar", erklärt Reiß. Er wolle dem Stadtrat nicht vorgreifen, seine Position aber macht er deutlich: "Ganz klar, ich will das umsetzen."

"Der Einsatz hat sich gelohnt", heißt es in einer ersten Reaktion aus dem Büro von Karl Freller.

Auch der für Schwabach mit zuständige CSU-Bundestagsabgeordnete Michael Frieser aus Nürnberg, der selbst nicht im Haushaltsausschuss ist, freut sich über Zusage: "Obwohl öffentliche Einrichtungen derzeit noch geschlossen sind, wollen wir gerade jetzt investieren, um die Substanz des sozialen Miteinanders in den Kommunen vor Ort zu stärken", so Michael Frieser in einer Pressemitteilung.

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