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Schwabach: Überfüllter Marktplatz beim Foodtruck-Roundup

Fantasievolle Verpflegung mit Wildsau-Burger und "Sex im Weggla" - 06.03.2016 12:59 Uhr

In langen Schlangen warteten die Foodtruck-Fans auf dem Schwabacher Marktplatz. © Robert Schmitt


An 18 umgebauten Trucks rund um einen kleinen Biergarten am Schönen Brunnen konnten sich die Besucher mit außergewöhnlichem und qualitätvollen Leckereien eindecken. Wildsau-Burger, Turkey auf Stampf, also Truthahn mit Kartoffelbrei, oder Tante Elsa, ein Sauerbraten-Burger der Abenberger Metzgerei Seefried, waren äußerst gefragt.

Frisches Essen aus dem Lastwagen oder einem US-Schulbus heraus anzubieten, das ist die Idee eines Schwabachers. Klaus Peter Wünsch hat  2010 seinen ersten Foodtruck auf die Reise geschickt und Franken danach zum Zentrum dieser Bewegung werden lassen. Immer mehr Gastrounternehmer sind seinem Beispiel gefolgt.

Die Stimmung im Schwabacher Zentrum war wieder so großartig wie bei den ersten beiden Auftritten im vergangenen Jahr. Aufgrund des riesigen Andrangs bildeten sich vor jeder der mobilen Theken lange Schlangen. Bis zu dreißig Minuten Wartezeit musste man hinnehmen, bis man seinen Burrito, den Gourmet-Burger oder das "Heimat-Weggla", ein Schäuferle mit Kloß, Soß und Kraut, in Empfang nehmen durfte.

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Futtern bei den Foodtrucks: Roundup in Schwabach

Kreative Namen sind an der Tagesordnung bei Foodtruck-Roundups: So aßen die Besucher in Schwabach nicht nur Wildsau-Burger und "Turkey auf Stampf", sondern auch "Tante Elsa" und "Sex im Weggla". Manche verbrachten ihren ganzen Nachmittag bei den Leckereien.


Kein Grund allerdings für Ärger. Alles verlief extrem diszipliniert. Gedränge, Unmut oder gar Streit entwickelte sich nirgends. Das sei typisch für so ein Roundup, erklärte Wünsch. "Die Leute kommen oft in Gruppen, deren Mitglieder sich an mehreren Trucks anstellen", schildert er die Strategie vieler Besucher. "Wer dann als erster drankommt, versorgt die anderen." Warten als Teil einer Art "Foodhopping" also, um soviele Angebote wie möglich zu kosten. "Roundup" heißt dabei soviel wie zusammentrommeln. Schließlich muss einer die Verantwortung dafür übernehmen, dass sich die Cousine-Autos überhaupt treffen können.

Neben den deftigen Angeboten, die kaum Wünsche offen ließen, stehen beim "Foodtruck Roundup" auch Kaffee, Donuts, gefrorener Joghurt, Eis und Süßigkeiten aus den USA auf den Speisekarten. Jeder kommt also auf seine Kosten.

Angelockt durch diese Vielfalt verbrachten viele den gesamten Nachmittag bei den Foodtrucks. Sie ließen sich "Pulled Pork Sandwich", "Supdiwupp-Chilli" oder "Sex im Weggla" schmecken. Freilich verbargen sich hinter der außergewöhnlichen Schreibweise gute Nürnberger Bratwürste, denen eine besondere Zutat allerdings eine gehörige Portion Schärfe verlieh: Jeweils eine Garnitur Jalapenos rechtfertigten die verwegene Bezeichnung durchaus. 

Robert Schmidt

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