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Sonderlob und 2500 Euro für zwei stille Stars aus der Region

Die Rednitzhembacherinnen Waltraud Westhoven und Ursula Vestner erhalten den Sparkassen-Preis "Gut. Im Ehrenamt" - 24.10.2018 06:00 Uhr

Ehrende und Geehrte auf einen Blick. Hintere Reihe von links Landrat Herbert Eckstein, Sparkassen-Vorstandsmitglied Daniela Heil, Bürgermeister Jürgen Spahl, die Pfarrer Michael Kneißl und Wolfgang Lindner, Jury-Mitglied Daniela Schmidt und stellvertretender Bürgermeister Volker Schaffer. Vordere Reihe von links die Geehrten Ursula Vestner und Waltraud Westhoven sowie die Rednitzhembacher Sparkassen-Chefin Brigitte Gänsbauer-Loibl. Foto: Robert Schmitt


Die 77-jährige Waltraud Westhoven und die 71-jährige Ursula Vestner sind seit November 2010 die Motoren der Ökumenischen Nachbarschaftshilfe in Rednitzhembach. Als solche vermitteln sie regelmäßig am Notruftelefon Hilfen für alleinstehende Seniorinnen und Senioren bei Alltagsproblemen. Zur Feierstunde im Hembacher Hof waren Freunde, Weggefährten und Helfer sowohl der beiden Geehrten als auch der Nachbarschaftshilfe gekommen.

Sparkassenvorstandsmitglied Da- niela Heil bezeichnete Westhoven und Vestner als "die stillen Stars unserer Region". Sie würden leise arbeiten, aber mit starker Wirkung, weil sie anpacken, statt lange zu fragen. "Sie geben ein gutes Beispiel für soziales Engagement über viele Jahre hinweg", meinte Heil und nannte die Festlegung der Jury auf die beiden Rednitzhembacherinnen "eine tolle Entscheidung". Immerhin habe es 31 Vorschläge gegeben.

Landrat Herbert Eckstein nannte Westhoven und Vestner "Vorbilder, die unsere Gesellschaft braucht" und sprach den beiden seinen "höchsten Respekt" aus.

Die Triebfedern

Träger der Ökumenischen Nachbarschaftshilfe sind die evangelische und die katholische Kirchengemeinde. Der evangelische Pfarrer Wolfgang Lindner erklärte, er sei stolz auf die beiden Triebfedern der Nachbarschaftshilfe. Er dankte ihren 24 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich hochmotiviert und mit Kompetenz für ihre Nächsten einsetzten. "Als Christen haben wir hier eine besondere Aufgabe", so Wolfgang Lindner.

Sein katholischer Kollege Michael Kneißl steuerte mehrere Bibelstellen bei, in denen die Bedeutung der Nachbarschaftshilfe aus verschiedenen Blickwinkeln beschrieben wird. Rednitzhembachs Bürgermeister Jürgen Spahl vertrat die Auffassung, die Leistung der Nachbarschaftshilfe sei für die Gemeinde gar nicht hoch genug einzuschätzen. "Deshalb haben wir sie von Anfang an gerne unterstützt", so das Gemeindeoberhaupt.

Vorgeschlagen für den Preis hat die beiden Gründerinnen der Ökumenischen Nachbarschaftshilfe die Gemeinde Rednitzhembach.

Zugleich hat Jürgen Tibursky Waltraud Westhoven für ihren persönlichen Einsatz bei einem über 100-jährigen Nachbarn nominiert. Seit vielen Jahren betreut sie Alfons Prasch, indem sie für ihn kocht, Post erledigt sowie Fahrten und Transportdienste übernimmt. Die Feier zu seinem 100. Geburtstag hat sie ebenfalls organisiert. "Das hat mich sehr beeindruckt", sagte Tibursky. Westhoven ist außerdem Mitglied des Pfarrgemeinderats, hatte viel Jahre eine verantwortliche Position im Kolpingwerk und sammelt seit fast 50 Jahren für die Caritas. Im örtlichen Asylhelferkreis vertritt sie die katholische Kirche. Ursula Vestner ist Mitglied der katholischen Seniorenarbeit und stellvertretende Mesnerin . Im Diakonieverein hat sie die Aufgabe der Kassierin übernommen.

Das Team macht es aus

Sowohl Waltraud Westhoven als auch Ursula Vestner hoben die Leistung des gesamten Teams der Nachbarschaftshilfe hervor. "Unsere treuen Helferinnen und Helfer müssen an erster Stelle genannt werden", hieß es. Das Preisgeld wird in die Arbeit der Nachbarschaftshilfe fließen. 

ROBERT SCHMITT

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