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Stadtkrankenhaus: Sicherheit bei Gabe von Antibiotika

Sogenanntes „ABS-System“ eingeführt - Bis zu 40 Prozent weniger Antibiotika - 10.03.2016 08:33 Uhr

„Meine Aufgabe ist, auf allen Stationen die ordnungsgemäße Verordnung von Antibiotika sicherzustellen und zu dokumentieren“, so Schmidt. Ebenso führt er Schulungen für die Kollegen durch und berät sie in Zusammenarbeit mit Apotheke und Klinikhygiene, welche Medikamente in welcher Dosierung verabreicht werden sollen. Bestimmte Antibiotika kommen auf die hausinterne Empfehlungsliste, andere landen auf der „No Go“-Liste.

Nach den Schnelltests auf multiresistente Krankenhauskeime (MRSA) ist die Berufung eines ABS-Experten ein weiterer Baustein des Hygienemanagements im Stadtkrankenhaus.

Weil Antibiotika und insbesondere Breitbandantibiotika immer häufiger verschrieben und falsch eingenommen werden, tragen sie zur Ausbreitung von resistenten Keimen, wie zum Beispiel MRSA, bei. Der Grund: Ein Antibiotikum tötet die Erreger nicht alle gleichzeitig. Empfindliche Keime werden rasch eliminiert, andere halten sich länger und breiten sich ohne die „Konkurrenz“ sogar noch stärker aus.

Gerade in Krankenhäusern kann dies zu ernsten Problemen führen. Vor diesem Hintergrund arbeiten immer mehr Kliniken mit sogenannten „Antibiotic-Stewardship“-Programmen, die für eine optimale und sichere Antibiotikatherapie der Patienten sorgen und gleichzeitig dazu dienen, hausinterne Qualitätsstandards festzulegen.

Studien zeigen, dass Kliniken mit einem effizienten ABS-System bis zu 40 Prozent weniger Antibiotika verordnen und damit das Risiko der resistenten Bakterien verringern.

st

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