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Taverne, Diskothek, Hotel: „Der Schwan“ in Schwand

Tag des offenen Denkmals beleuchetete Geschichte der ehemaligen Erbschänke - 17.09.2014 09:02 Uhr

Beim „Tag des offenen Denkmals“ kamen so viele Interessierte in den Saal der Erbschänke „Schwan“, dass viele gar keinen Platz mehr fanden.

16.09.2014 © Foto: oh


Etwa 100 Besucher versuchten am Tag des offenen Denkmals, im Saal der ehemaligen Erbschänke in Schwand Platz zu finden. Die vorhandenen Stühle reichten nicht aus, es mussten sogar welche aus den Gastzimmern geholt werden. Auch dann standen etliche Gäste, um den Vortrag von Alfred Köhl, der für den Internetauftritt des Museumsvereins Schwanstetten verantwortlich ist, zu hören.

Alfred Köhl schilderte informativ und anschaulich die Geschichte von Schwand und die des „Schwan“. Mit Laptop und Beamer präsentierte er die dazu passenden Internetseiten des Museumsvereins.

Nach seinem Vortrag hatten die Gäste Gelegenheit, an der Besichtigung des Gebäudes teilzunehmen. Sylvia Lehmann, die Wirtin des „Schwan“, führte durch das Haus und öffnete sogar einige Zimmer, die frisch renoviert und sehr gemütlich für Hotelgäste eingerichtet wurden.

Der „Schwan“ stammt aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Im ersten Urbar des Burggrafen von Nürnberg wird erwähnt, dass in Schwand eine Taverne mit dem Recht der Beherbergung und Verköstigung von Fremden besteht. Auch für die Unterkunft der Tiere musste Sorge getragen werden. Über die Jahrhunderte hatte diese Taverne ein bewegtes Leben, 1632 brannten Truppen Wallensteins den Ort Schwand nieder und zerstörten die Erbschankstätte. 1892 übernahmen Wilhelm und Johann Hörl das Anwesen. Diese Familie und ihre Nachkommen waren bis 1976 im „Schwan“.

Kurze Zeit war die Erbschänke sogar eine Diskothek, bis 1980 die Bewirtschaftung eingestellt wurde. 1983 musste der „Schwan“ zwangsversteigert werden. Im Mai dieses Jahres übernahmen Ursula und Walter Mehl das Anwesen und begannen mit einer umfangreichen Renovierung und Restaurierung. Im März 1988 wurde es mit dem Wirtsehepaar Pfister wiedereröffnet. Im Sommer 2008 stand der Schwan erneut leer und wurde im Oktober 2008 verkauft an den „Zentralrat Souveräner Bürger“. Diese Episode endete im Jahr 2012.

Im Frühjahr 2013 erwarb schließlich die Hotelfachfrau Sylvia Lehmann, das Anwesen, die aus dem Gebäude ein stilvolles Restaurant und Hotel entstehen ließ. Im September 2013 wurde „Der Schwan“ wiedereröffnet.

st

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