Unnötige Niederlage beim Vizemeister

26.4.2021, 14:04 Uhr
Eine starke Leistung lieferten die Kia Baskets (li. Lea Rasenberger) am Sonntag in Bad Homburg ab. Sie belohnten sich allerdings nicht.,

Eine starke Leistung lieferten die Kia Baskets (li. Lea Rasenberger) am Sonntag in Bad Homburg ab. Sie belohnten sich allerdings nicht., © Foto: Salvatore Giurdanella.

Man spürt regelrecht, dass die Saison in der 2. DBBL Süd in den letzten Zügen steckt und die Motivation bei einigen Teams – nicht zuletzt wegen der Corona-Problematik – tief im Keller steckt: Von den sechs angesetzten Partien des vorletzten Hauptrunden-Spieltags fanden nurmehr zwei statt, darunter war allerdings das Gastspiel der Kia Metropol Baskets am Sonntagabend bei den Falcons Bad Homburg. Die Gastgeberinnen wollten noch einmal die Möglichkeit nützen, sich vor den anstehenden Playoff-Spielen um den Aufstieg in Form zu bringen. Schwabach zog sich sehr achtbar aus der Affäre. allerdings knapp mit 71:73 (20:21, 37:35, 64:53) den Kürzeren.

Äußerst bitter war diese Niederlage deswegen, weil die Gäste dem Favoriten über die komplette Spielzeit zumindest ebenbürtig waren und phasenweise sogar mit über zehn Punkten in Führung gelegen hatten. Das sah auch Sponsor Jochen Scharf so, der sich die Partie am Computer angesehen hatte und per Whatsapp folgende Botschaft an die Spielerinnen schrieb: "Ein Team muss nicht immer gewinnen, um stolz auf es zu sein. Unsere Kia Baskets hatten den Vizemeister am Rande einer Niederlage... Es macht Basketball einfach zu einem Wahnsinns-Sport, wenn ein Spiel erst in den letzten Sekunden entschieden wird."

Das Trainer-Trio Angie Walden, Katharina Kreklau und Nicole Metzel hatte das Team der Kia Baskets sehr gut auf den Gegner eingestellt. Fast die komplette Spielzeit agierten beide Mannschaften auf Augenhöhe, was natürlich auch ein Stück weit daran lag, dass die Falcons am Ende dieser Saison personell ziemlich am Stock gehen. Aber auch die Kia Baskets konnten nicht in Bestbesetzung antreten, fehlte doch neben Katharina Kreklau und Nicki Metzel am Sonntag auch die angeschlagene Lea Vatthauer.

Die knappe Führung der Falcons nach dem ersten Viertel (21:20) wuchs im zweiten Abschnitt zwar einmal auf vier Punkte an, doch nach und nach übernahmen die Gäste die Kontrolle über das Spiel. Besonders stark präsentierte wie in den vergangenen Wochen Kaela Hilaire. Die US-Amerikanerin glänzte nicht nur mit 33 Punkten, sondern war von den Gegnerinnen nie in den Griff zu bekommen. Ihr gelangen einige Anspiele unter den Korb.

Fünftes Foul von Hilaire

Allerdings leistete sich Hilaire auch "dumme, unnötige Fouls", wie es Angie Walden formulierte. Und dies sollte am Ende der Partie das Pendel noch einmal auf die andere Seite ausschlagen lassen. Nach zwischenzeitlich 14 Punkten Vorsprung im dritten Viertel (61:47) betrug die Führung der Kia Baskets zu Beginn des Schlussabschnitts immer noch stattliche elf Zähler (64:53). Doch das Polster schmolz zusehends zusammen.

Als sich Kaela Hilaire beim Versuch, einen Gegenangriff zu unterbinden, ihr fünftes Foul eingehandelt hatte und zuschauen musste, nahm das Schicksal aus Schwabacher Sicht seinen Lauf. Fünf Sekunden vor Schluss fiel der Ausgleicht per Freiwurf (71:71), der zweite Freiwurf ging an die Reuse, doch dei Falcons holten sich den Offensivrebound und stellten auf 73:71. Der Endstand.

Kia Metropol Baskets Schwabach: Kerstin Clauß, Lea Rasenberger (1), Shah Boubaki, Tonia Lohneiß (3), Rebecca Sturm Ramona Hesselbarth (11/3 Dreier), Kaela Hilaire (33/4), Anna Furman (9/2), Diana Fett (7), Antonia Schüle (7/1), Chiara Mehburger.

Ferner spielten: Heidelberg II – ASC Theresianum Mainz 90:57. Alle anderen Partien fand nicht statt.

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