Wegen "Pokémon Go": Zwei erwachsene Männer prügeln sich

25.1.2020, 08:41 Uhr
So sehen sie aus, die Pokemon.

So sehen sie aus, die Pokemon. © Julia Ruhnau

Eine durchaus ungewöhnliche Meldung der Schwabacher Polizei: Am Donnerstag gegen 22.30 Uhr bekamen sich ein 32- und ein 36-jähriger Mann im Wolkersdorfer Wiesengrund, abseits der Hühnerbühlstraße mitten zwischen Wald und Flur so in die Haare, dass es zu einer handfesten Rangelei kam.

Es ging um ein Pokémon. Das Smartphone-Spiel "Pokémon Go" hat vor einigen Jahren einen richtiggehenden Hype und viele Diskussionen ausgelöst. Mittlerweile war es aber stiller geworden um die Suche nach den japanischen Anime-Wesen.

"Pokémon vor der Nase weggeschnappt"

Die treuen Fans spielen aber immer noch fleißig. So waren auch die beiden Männer bei frostigen Minusgraden unterwegs, um mit ihrem Handy Pokémon einzufangen. "Da wohl jeder dem anderen das eine oder andere Pokémon vor der Nase 'wegschnappte'", so schreibt die Polizei, "gerieten die Kontrahenten so in Rage, dass sie sich zunächst verbal und dann auch handgreiflich traktierten, um anschließend die Polizei zur Schlichtung des Streites herbeizurufen".

Der genaue Hintergrund der Auseinandersetzung ist allerdings ein wenig unklarer, da bei dem Spiel in der Regel für alle Jäger die gleichen Chancen bestehen, ein Pokémon zu fangen. "Wegschnappen" kann man sich die Monster eigentlich nicht.

Und weiter: "Zu großen Verletzungen kam es Gott sei Dank nicht." Der vorsorglich hinzugerufene Krankenwagen sei unverrichteter Dinge wieder abgezogen und auch die beiden Streithähne zeigten keinerlei Interesse an einer Strafverfolgung. Die Schwabacher Polizei werde wegen wechselseitiger Körperverletzung die Justiz über diesen etwas außergewöhnlichen Fall informieren.

Mit sichtlichem Bedauern fügt die Polizei den Schlusssatz an: "Wer aber wem welches Pokémon wegschnappte, konnten auch die Beamten vor Ort nicht mehr ermitteln."


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