Wolfgang Kelsch neuer Ehrenbürger Wendelsteins

26.8.2017, 06:50 Uhr
Von seinem Nachfolger Bürgermeister Werner Langhans (links) erhielt Altbürgermeister Wolfgang Kelsch (Mitte) jetzt die mit der Ernennung zum Ehrenbürger verbundene Ehrenurkunde. Auch Ehefrau Grit Kelsch (rechts) bekam bei der Ehrung ein Präsent.

© Foto: Jörg Ruthrof Von seinem Nachfolger Bürgermeister Werner Langhans (links) erhielt Altbürgermeister Wolfgang Kelsch (Mitte) jetzt die mit der Ernennung zum Ehrenbürger verbundene Ehrenurkunde. Auch Ehefrau Grit Kelsch (rechts) bekam bei der Ehrung ein Präsent.

Im Juni hatte der Marktgemeinderat einstimmig diese besondere Ehrung für Wolfgang Kelsch beschlossen, der seit mehr als 40 Jahren Wendelsteins Entwicklung mitgeprägt hat: Seit 1972 als Gemeinderat und von 1984 bis 2008 als Bürgermeister sowie von 1984 bis 2014 als Kreisrat im Landkreis Roth.

Bei der Ehrung, die jetzt im kleinen Rahmen stattfand, bekannte Bürgermeister Werner Langhans gegenüber seinem langjährigen Amtsvorgänger und Altbürgermeister Kelsch, dass er ihm bis heute dankbar sei für die "Lehrjahre" unter ihm ab 1996 und vor allem auch für die gute Unterstützung ab 2008 als dessen Nachfolger.

"Du hast viel für deine Gemeinde erreicht und geschafft und gekämpft, um den Markt Wendelstein so weit nach vorne zu bringen und zu der heutigen Vorzeigegemeinde im Landkreis zu machen" würdigte er dabei die Verdienste Kelschs bei der Feierstunde mit Übergabe der Ehrenurkunde.

"Es ist zwar ein Ehrentitel ohne Mittel, aber zugleich eine besondere Auszeichnung, die deine Gemeinde dir für die langjährigen und bleibenden Verdienste als Dank zurückgeben kann und will" ergänzte Langhans.

Zudem erinnerte er an die weiteren fünf bisherigen Ehrenbürger der Marktgemeinde: Aus den früheren "Altgemeinden" gehören dazu der letzte Kleinschwarzenloher Bürgermeister Georg Brunner (1900-1990) und Wilhelm Weiskopf (1926-2005) aus Röthenbach St. Wolfgang sowie als Wendelsteiner Otto Hübner (1911-2000) und Altbürgermeister Hans Seufert (1927-2002) und zuletzt Wolfgang Dinkler (1935-2016) aus Kleinschwarzenlohe.

Als neuer Ehrenbürger der Gemeinde kann Kelsch — seit 2014 bereits "Altbürgermeister" — nicht nur auf seine 24 Jahre als Bürgermeister des Marktes Wendelstein von 1984 bis 2008 zurückblicken, sein politisches Engagement geht noch wesentlich weiter zurück und über die Gemeindegrenzen hinweg: Seit 1972 bereits gehörte er dem alten und neuen Wendelsteiner Gemeinderat an und vertrat seine Heimatgemeinde von 1984 bis 2014 auch im Rother Kreistag.

Bereits 1972 begann er auch seinen Kampf um ein Gymnasium in Wendelstein auf den politischen Ebenen, der zur Freude des Geehrten noch in dessen letzter Amtszeit als Kreisrat endlich mit dem Bau und der Einweihung wahr wurde, wie er jetzt bei der Ehrung bekannte.

In seiner Amtszeit entstand das "New Orleans Festival" als kulturelles Aushängeschild der Gemeinde in der Region, er war einer der Mitbegründer des "Gewerbeparks Nürnberg-Feucht-Wendelstein" und auch die 16-jährige Partnerschaft der Gemeinde Wendelstein mit St. Junien in Frankreich und Zukowo ist eines seiner bleibenden Verdienste.

Sein Engagement als Vorsitzender von 1984 bis 2008 im Kreisverband Roth des Bayerischen Gemeindetags sowie auf gesamtbayerischer Ebene des Gemeindetags als Vizepräsident ergänzen sein Gesamtengagement, zu dem weiterhin Ehrenämter auch in den örtlichen Vereinen gehören.

Mit den Worten "Dieser Einsatz wäre dir aber kaum möglich gewesen, wenn du nicht auch die Zustimmung deiner Ehefrau Grit hinter allen deinen Aktivitäten gewusst hättest" dankte Langhans zudem Grit Kelsch für deren Verständnis und Unterstützung in all diesen Amtsjahren und Jahren mit Ehrenämtern und übergab ihr einen Blumenstrauß.

"Ich nehme diese Ehrung gern an, da die Ehrenbürgerwürde ein besonderer Dank für mich ist" bekannte Wolfgang Kelsch nach der Übergabe der Ehrenurkunde. Er hoffe, dass er diese Ehre noch lange in seiner Heimatgemeinde genießen könne und nun zu einem Kreis würdiger Persönlichkeiten gehören dürfe, die viel für ihre Gemeinde getan und erreicht haben.

Keine Kommentare