Wolkersdorf: 50 Wohnungen und eine Kita

1.5.2021, 12:39 Uhr
Das neue Baugebiet

Das neue Baugebiet "Unterer Grund" entsteht am nördlichen Ortsende in Wolkerdorf auf der dortigen Industriebrache. © Günther Wilhelm, NN

In Wolkersdorf wird ein großes Problem offenbar nun gelöst. Seit Jahren sucht die Stadt nach einem geeigneten Standort für eine Kindertagesstätte. "Jetzt können wir uns glücklich schätzen", sagte Oberbürgermeister Peter Reiß.

Stadtrat geschlossen dafür

Denn die Firma FS-Fuchs Wohnbau GmbH aus Berching plant ein neues Baugebiet mit drei jeweils dreigeschossigen Mehrfamilienhäusern für etwa 50 Wohnungen und einer Kita mit 74 Plätzen (je zwei Krippen- und Kindergartengruppen). Der Stadtrat hat einstimmig für die Aufstellung eines Bebauungsplans gestimmt.

Der trägt den Namen "Unterer Grund", denn das Baugebiet entsteht an der Ecke der gleichnamigen Straße und der Wolkersdorfer Hauptstraße. Es handelt sich um eine Industriebrache am Ortsende in Richtung Nürnberg.

Einer der drei Baukörper soll parallel zur Wolkersdorfer Hauptstraße errichtet werden. Der zweigeschossige Kindergarten ist im unteren Bereich geplant. Der Zugang soll vom "Unteren Grund" aus erfolgen.

"Abgerundeter Ortseingang"

Die Bauverwaltung bezeichnet den Entwurf in den Sitzungsunterlagen für die Stadträte als "stadtplanerisch vertretbar", weil der Bezug zur vorhandenen Bebauung gegenüber erkennbar sei. "Somit kann ein einheitlicher abgerundeter Ortseingang geschaffen werden." Außerdem: "Die Grünzäsur zwischen Schwabach und Nürnberg bleibt deutlich erhalten."

Das 0,76 Hektar große Gelände hat bis vor Kurzem zu Nürnberg gehört und ist erst durch einen Flächentausch zu Schwabacher Gebiet geworden.

Sprecher aller Fraktionen freuten sich besonders über den Bau der Kita. Gleichzeitig müsse man aber auch die Zwieseltalschule im Blick haben. Durch weiteren Zuzug werde der Raumbedarf steigen. Schon jetzt ist man auf Container angewiesen.

Klimagerecht bauen

Zudem wollen die Stadträte auf einen klimagerechten Städtebau achten. Im Zuge des Verfahrens müsse man deshalb noch über Themen wie eine zentrale Wärmeversorgung und PV-Anlagen sprechen sowie den erhaltenswerten Grünbestand klären. Da es sich um ein Hochwassergebiet handelt und Tiefgarage geplant ist, wurde auch ein Bodengutachten empfohlen.

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