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Mittwoch, 23.10.2019

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Schwiegermutter getötet? SEK nimmt Tatverdächtigen nach tödlichem Unfall auf A3 fest

Aufschluss über die Todesursache soll eine Obduktion ergeben - 23.09.2019 15:44 Uhr

Ein schwerer Verkehrsunfall mit tragischem Ende ereignete sich am Sonntagmittag auf der A3 in Richtung Regensburg. Nun nahm der Fall eine Wendung. © NEWS5 / Oߟwald


Weil sie die 76-Jährige nicht erreichen konnte, rief eine Angehörige der Frau den Notruf zu dem Wohnhaus in Borchen (Nordrhein-Westfalen). Die Rettungskräfte fanden dort schließlich den leblosen Körper der Rentnerin und informierten die Polizei. Die Verletzungen an der Leiche wiesen stark auf ein Tötungsdelikt hin.

Am Tatort wurden Spuren gesichert, die darauf hindeuten, dass der 53-jährige Schwiegersohn der Getöteten in die Tat verwickelt sein könnte. Laut ersten Ermittlungen waren der Schwiegersohn und die Tochter der Getöteten am Sonntagmorgen mit dem Auto weggefahren. Die Beiden leben ebenfalls in dem Haus in Borchen. Die Beamten leiteten sofort eine Fahndung ein.

In diesem Haus in Borchen wurde die 76-Jährige getötet. © Oliver Schwabe/Westfalen-Blatt


Das Ehepaar war gegen 11 Uhr auf der A3 bei Nürnberg in einen schweren Unfall mit mehreren beteiligten Fahrzeugen verwickelt. Dabei starb ein 75-jähriger Autofahrer noch an der Unfallstelle.

Der Wagen des Paares aus Borchen kam dabei auf dem Seitenstreifen zum Stehen. Laut Polizei Mittelfranken stieg die Ehefrau aus, lief über die Autobahn, überquerte die Mittelleitplanke und wurde schließlich auf der Gegenfahrbahn von einem Fahrzeug erfasst. Rettungskräfte brachten sie mit einem Hubschrauber schwerverletzt in ein Krankenhaus.

Die weiteren Ermittlungen der zwölfköpfigen Mordkommission ergaben, dass sich der Ehemann der schwerverletzten Frau in einem Hotel in der Nähe des Krankenhauses aufhielt. Der 53-Jährige wurde aufgrund des Verdachtes, an der Tötung seiner Schwiegermutter beteiligt gewesen zu sein, in der Nacht zum Montag gegen 1 Uhr durch Spezialkräfte der Polizei Mittelfranken in dem Hotel festgenommen.

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Auf der A3 bei Nürnberg verlor am Sonntagvormittag ein Mensch sein Leben, zwei weitere wurden schwer verletzt. Die Autobahn war zeitweise komplett gesperrt. Es begann mit einem Auffahrunfall, nach dem ein 75-Jähriger mit seinem Auto nach rechts von der Fahrbahn abkam und gegen einen Baum prallte. Der Fahrer wurde so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb.


Die zuständige Staatsanwaltschaft Paderborn hat einen Haftbefehl beantragt und wird den Tatverdächtigen im Laufe des Tages dem Amtsgericht Nürnberg vorführen lassen. Die Ermittlungen der Bielefelder Mordkommission werden durch Beamte der Kripo Nürnberg unterstützt. Hintergründe zu der Tat, die Motivlage und der Tathergang sind derzeit noch unklar.

Die Spurensicherung am Tatort konnte inzwischen abgeschlossen werden. Aufschluss über die Todesursache soll eine Obduktion ergeben.

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vek

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