10°

Freitag, 15.11.2019

|

Seit 133 Jahren war es in Franken nicht mehr so kalt

Temperaturen lagen um zwölf Grad unter denen normaler Wintermonate — Arktischer Februar 1956 - 15.02.2012

Selbst der arktische Februar des Jahres 1956 hatte es nur auf eine Mitteltemperatur von minus 10,6 Grad gebracht. In Feuchtwangen lag die mittlere Temperatur bis zur Monatsmitte bei minus zwölf Grad und im bayerischen Vogtland sogar bei minus 14 Grad, womit der letzte Wintermonat bislang bis zu zwölf Grad kälter als in normalen Jahren war.

Mitunter wurden in Hof in den vergangenen zwei Wochen nur Tageshöchstwerte von minus 14 Grad gemessen, und in den eisigen und klaren Nächten sank das Quecksilber bis auf minus 23 Grad am 5. Tag des Monats.

Selbst im sonst eher milden Nürnberg wurden Tiefstwerte bis minus 21 Grad registriert; noch kälter war es mit minus 23 Grad in Roth und mit minus 24 Grad in Grafenwöhr. Direkt über dem schneebedeckten Boden wurden sogar Temperaturen bis zu minus 26 Grad in Roth und minus 28 Grad in Hof (am 5. Februar) registriert. So wurden an vielen Tagen an mehreren Stationen neue Rekordwerte für diese Jahreszeit erzielt. Der bislang kälteste Monat in der inzwischen 133-jährigen Historie der Wetteraufzeichnungen in der Frankenmetropole war bislang der Dezember 1879 mit einer Mitteltemperatur von minus 11,7 Grad.

Weil jetzt aber der Jahreszeit angemessene Temperaturen angekündigt sind, wird sich der Kälteüberschuss im Laufe des Monats noch deutlich reduzieren. Wegen der prognostizierten milderen Temperaturen dürfte am Monatsende also der kälteste Februar seit 56 Jahren zu Buche stehen.

Das klare Wetter wirkte sich auch positiv auf die Sonnenscheindauer aus, weil schon am 12. des Monats der langjährige monatliche Mittelwert bei 86 sonnigen Stunden überschritten war.

Wegen der markanten Kältewelle ist der laufende Februar bisher ausgesprochen trocken ausgefallen. Meist gingen bislang nur ein bis sieben Liter Niederschlag in Form von Schnee nieder. Dies hatte zur Folge, dass die Schlittschuhläufer beste Bedingungen vorfanden, und auch der nur von einer dünnen Schneeschicht bedeckte Boden bis in eine Tiefe von 40 Zentimetern durchfrieren konnte. Nasskaltes Wetter wird in den kom-

men den Tagen die Schneedecke in den höheren Lagen weiter wachsen lassen.

 

HEINZ MEYER

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Nürnberg