Appell an Tierbesitzer

Seuche legt Tierheim in Franken lahm - Acht Katzenjunge sterben

Alice Vicentini
Alice Vicentini

E-Mail zur Autorenseite

28.9.2022, 09:57 Uhr
Acht Kitten sind der gefährlichen Infektionskrankheit im Tierheim Kulmbach bereits zum Opfer gefallen. (Symbolbild)

© Pixabay Acht Kitten sind der gefährlichen Infektionskrankheit im Tierheim Kulmbach bereits zum Opfer gefallen. (Symbolbild)

Das Tierheim Kulmbach macht gerade eine schwere Zeit durch. Aufgrund einer Parvovirose-Welle musste es bis auf Weiteres schließen, teilt der Verein auf Facebook mit.

Die sogenannte Katzenseuche sei von einer "absolut außer Kontrolle geratenen Katzenhaltung" eingeschleppt worden. Insgesamt habe die Parvovirose bisher elf Katzenbabys getroffen, acht davon starben. Sie haben das Virus wohl in sich getragen, als sie ins Heim kamen, erklärt Tierheimleiterin Carina Wittmann gegenüber inFranken.

Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, hat das Tierheim für "Streichler und Besucher" komplett geschlossen, heißt es. Die Aufnahme und Vermittlung von Katzen sei derzeit gestoppt. Doch der Hunde-Bereich sei nicht betroffen, Gassi-Runden sind auch weiterhin möglich.

Das Tierheim habe nun die Hygienemaßnahmen verschärft. Es sei auf einem "guten Weg", die Situation in den Griff zu bekommen, sagte Wittmann. Wie stark sich die Krankheit verbreitet hat, werden die Kotproben von 65 Katzen im Tierheim zeigen.

Was ist die Parvovirose?

Die Parvovirose ist eine ansteckende Infektionskrankheit, die besonders für Jungtiere hochgefährlich sein kann. Sie zeigt sich in Form von Durchfall, Erbrechen, Appetitlosigkeit und Fieber über 40 Grad, doch erst zwei Tage nach der Infektion, erklärt der Deutsche Tierschutzbund in seiner Tierheimordnung. Das einzige sichere Mittel dagegen ist laut dem Tierschutzverbund die Impfung, die erst im Alter von acht Wochen durchgeführt werden kann.