Skoda soll 38 Triebwagen für Nürnberger S-Bahn liefern

3.2.2015, 15:31 Uhr
Die blauen

Die blauen "RegioPanter" sollen den roten Bombardier 2018 ablösen. © Skoda

Das tschechische Maschinenbauunternehmen  Skoda Transportation teilte mit, dass es 38 einstöckige elektrische Triebzüge vom Typ "RegioPanter" nach Deutschland liefern wird. Der Gesamtwert des Vertrags beträgt rund 360 Millionen Euro. Die Fahrzeuge sollen rund um Nürnberg eingesetzt werden und die bisherigen Talent 2 Garnituren von Bombardier, die derzeit noch von der Deutschen Bahn betrieben werden, Ende 2018 ersetzen.

"Bei der Ausschreibung für die S-Bahn Nürnberg haben wir ein Fahrzeug vom Typ RegioPanter angeboten, das einen konkurrenzfähigen Mix aus niedrigen Betriebskosten, einen niedrigen Energieverbrauch und einen fairen Preis bietet", sagte der Vizepräsident für Vertrieb von Skoda Transportation, Zdeněk Majer.

Es wären nicht die ersten tschechischen Züge, die auf bayerischen Schienen unterwegs sind: 2013 schloss Skoda mit der Deutschen Bahn einen Vertrag über sechs Zuggarnituren samt Lokomotiven für die Strecke Nürnberg – Ingolstadt – München.

Skoda Transportation will sich auch in Zukunft in Richtung westlicher Märkte orientieren. In den kommenden Monaten soll beispielsweise die Ausschreibung für die Lieferung von Doppelstock-Regionaltriebzügen in Nordrhein-Westfalen bekanntgegeben werden, für die sich Skoda gemeinsam mit dem französischen Unternehmen Alstom qualifiziert hat.

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