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Sohn erschießt Eltern in Bayern: Suche nach dem Motiv

"Wir sind mit Hochdruck dran, die Herkunft der Waffen zu klären" - 14.01.2020 18:08 Uhr

21-jähriger Sohn soll seine Eltern erschossen haben - nun wird nach dem Motiv gesucht. © Angelika Warmuth/dpa


"Wir sind mit Hochdruck dran, die Herkunft der Waffen zu klären. Wir gehen davon aus, dass sie illegal sind", sagte Polizeipressesprecher Hans-Peter Kammerer am Dienstag. Der 21-jährige Sohn machte zwar eine Ausbildung zum Büchsenmacher. Weder er noch seine Eltern besaßen jedoch einen Waffenschein.

Die 60 Jahre alte Frau und ihr 64 Jahre alter Mann waren am Sonntagnachmittag tot im Schlafzimmer im ersten Stock des Hauses gefunden worden; der Hund der Familie war bei ihnen. Auch er wurde getroffen, wie ein Tierarzt später feststellte. Die Leiche des Sohnes wurde in seinem Zimmer entdeckt.


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"Wir sind mittendrin in Befragungen und Vernehmungen im Umfeld, um möglicherweise herauszufinden, was das Motiv für das Familiendrama war", sagte Kammerer. Der Tatort sei weiter abgesperrt.

Ermittler suchen noch nach Spuren wie auch Dokumenten, die Aufschluss über mögliche Hintergründe der Tat geben könnten. Auch nach der Obduktion ist der Tatzeitpunkt nicht ganz klar. Der bisher letzte bekannte Kontakt der Frau nach außen war ein Telefonat mit einer guten Bekannten am Freitag gewesen.


Anmerkung der Redaktion: Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen, außer sie erfahren durch die gegebenen Umstände besondere Aufmerksamkeit. Der Grund für unsere Zurückhaltung ist die hohe Nachahmerquote nach jeder Berichterstattung über Suizide. Wenn Sie sich selbst betroffen fühlen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge. Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie 24 Stunden am Tag Hilfe und Beratung. Alternativ könne Sie sich auch an den Krisendienst Mittelfranken unter der Tel.-Nr. 0911 4248550 wenden. Durch die Möglichkeit von Hausbesuchen in ganz Mittelfranken und durch persönliche Gespräche (ohne Wartezeit und Terminvergaben) ergänzt der Krisendienst das Angebot der Telefonseelsorge.


dpa

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