Donnerstag, 24.10.2019

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Sommerkonzert mit Vielfalt

Musikschüler zeigten in Franziskanerkirche ihre künstlerischen Qualitäten - 31.05.2019 10:01 Uhr

Merle Knoll, Judith Overmans und Alexander Brink mit einem gekonnt abgestimmten Vortrag. © Nitt


Dabei beeindruckten sowohl die instrumentale Vielfalt als auch die gebotenen Leistungen der jungen Künstler, die von den anwesenden Zuhörern viel Applaus erhielten.

Mit zwei Ensemblestücken der Momo-Kids, der "Momo Fanfare" und "Till Eulenspielgel" (Leitung: Thomas Meyer) wurde das Schülerkonzert eröffnet. Bei beiden Vorträgen erstaunte die Intonationssicherheit und das gute Zusammenspiel. Nun erklang ein "Quartett for Basses" von John R. Phelps, das von Theresa Eilert, Jannes Knoll, Jana Kreiselmeier und Tina Zaß sauber vorgetragen wurde. Der dezente Klang der vier Bass-Blockflöten von der Empore "leuchtete" den Kirchenraum musikalisch aus.

Es folgten zwei Barockwerke: zunächst eine Fughette von G. F. Händel, bearbeitet für drei Gitarren (Tiana Chirila, Johanna Neutzler und Michael Sennert), und im Anschluss daran der erste Satz aus dem Violinkonzert in a-moll op.3 Nr. 6 von Antonio Vivaldi, gespielt von Vivian Reu und am Klavier begleitet von Carolin Leyh. Sicher wurden die imitatorischen Einsätze musiziert und die noch sehr junge Geigerin bewies schon erstaunliche technische Fähigkeiten.

Ein ganz besonderes Musikstück spielte nun Theresa Eilert, begleitet von ihrer Lehrerin Tina Zaß. Bei "Infections Recorders" von Daniel Hellbach musste die Solistin während des Stückes die Blockflöten wechseln und den Stimmungscharakter (melancholisch – lustig beziehungsweise witzig) ändern, was ihr verblüffend gut gelang.

An das stimmungsvolle, modern arrangierte "Let's try" (russische Volksweise), klangschön dargeboten von Henriette Zobel und Oleg Mook (Posaunen) schloss sich "Andante Pastorale" für Flöte und Klavier von Paul Taffanell an (Lea Schneider, Flöte und Carolin Leyh). Mit großem, tragenden Ton füllte die junge Flötistin den Konzertraum und zeigte Fingerfertigkeit und impressionistischen Klangsinn. Bei Charles-Auguste de Bériots "Scéne de Ballet" für Violine und Klavier präsentierte sich Klara Neidhardt als sehr talentierte Nachwuchsgeigerin und bewältigte die griff- und bogentechnischen Herausforderungen (Lagenspiel, rasante Läufe und Springbogen) dieses romantisch-virtuosen Kabinettstücks mit Bravour.

Kontrast durch ein warmtönendes Klarinettentrio

Als musikalischen Kontrast hörte man dann das "Andante sostenuto" aus dem "Trio Concertant" op. 1 von Carulli. Valentin Kastner, Jürgen Wirtz-Stark und Andreas Bunzel bildeten das warmtönende Klarinettentrio. Die beiden nächsten Programmpunkte waren "At First Light" von Steve Erqiaga für zwei Gitarren, stimmungsvoll gespielt von Xinru Guo und Oswin Voit, und "Etude for a quiet hall" (Deanne) für Marimba, auswendig und dynamisch differenziert vorgetragen von Nico Bischoff.

"Escape from Sadness" für drei Gitarren von Walter Theisinger folgte nun im abwechslungsreichen Programm. Merle Knoll, Judith Over-mans und Alexander Birk, das bei "Jugend musiziert" so erfolgreiche Trio, begeisterte mit einem feinen, phrasierungs-technisch und dynamisch gekonnt abgestimmten Vortrag. Die beiden Blechbläser-Ensembles, ein Trompeten-Terzett und ein Quintett mit Trompeten und Posaunen (Max Keitel, Daniel Block, Lea Geißendörfer, Henriette Zobel, Oleg Mook) bliesen daraufhin drei Sätze von Jean-Philippe Rameau (Air de Triomphe, Divertissement gai und Turm-Sonate) sauber intonierend und gut aufeinander eingespielt wiederum von der Empore (Orgel: Carolin Leyh).

Vor dem Finale mit den Momo-Youngsters interpretierte Rebekka Rank "La Flute de Pan: Pan et les Bergers" für Querflöte und Klavier (Carolin Leyh) von Jules Mouquet. Man muss dieser jungen Musikerin großes Lob zollen, denn sie bewies technisch virtuose und gestalterisch erstaunliche, künstlerische Qualität. Mit dem "Herzegowina Marsch" von Julius Fucik bildete das Orchester der Momo-Youngsters (Leitung: Peter Kammleiter) einen schönen Abschluss. Man muss den jungen Instrumentalisten und den beteiligten Lehrern der städtischen Musikschule (Alida Bauer, Tina Zaß, Andreas Bunzel, Peter Kamleiter, Thomas Meyer und Oswin Voit) und Carolin Leyh (routinierte Begleiterin) ein großes Kompliment für ihre tollen Leistungen und ihr Engagement machen.

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