Stadtrat von Bad Windsheim: Dauerthema Hubschrauberlärm

27.6.2019, 05:56 Uhr
Sie sorgen für Ärger bei der Bevölkerung: Übungsflüge mit den Kampfhubschraubern des Typs „Apache“, die in Illesheim im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim stationiert sind.

Sie sorgen für Ärger bei der Bevölkerung: Übungsflüge mit den Kampfhubschraubern des Typs „Apache“, die in Illesheim im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim stationiert sind. © Foto: Wolf-Dietrich Weissbach/dpa

Als Schauplatz der Sitzung hatte Bürgermeister Bernhard Kisch Ickelheim auserkoren, den am stärksten durch die Helikopterflüge belasteten Ortsteil. Beschlüsse waren nicht zu erwarten an dem Abend im Schützenhaus. 15 der 24 Ratsmitglieder und etwa 70 Besucher waren gekommen. Die Sitzung war eine Reaktion auf den massiven Protest aus der Bevölkerung.

Und so sind sie aufmarschiert: Allen voran der Kommandeur der 12. US-Heeresfliegerbrigade, Oberst Kenneth C. Cole, mit großem Gefolge, darunter der Chef-Flugausbilder vom Brigadestab in Katterbach, John Bilton; Oberregierungsrat Maximilian Engelbrecht vom Referat für Streitkräfteangelegenheiten, Bundesverfassungsrecht und Normprüfung in der Bayerischen Staatskanzlei sowie Oberst Walter Ludwig vom Luftfahrtamt der Bundeswehr.

Die Sorge um die Luftqualität und die aus dem Flugbetrieb resultierende Lärmbelästigung nannte Bürgermeister Kisch als zwei wesentliche Themen des Abends. In der Tat drehte sich einmal mehr vieles um Flugrouten, Überflüge über bewohntes Gebiet, Nachtflug und Landeübungen außerhalb des militärischen Areals – all die Dinge eben, die Betroffene im Umfeld des Illesheimer Flugplatzes belasten.

Ein paar Neuerungen gibt es: So hat die US-Army nach Aussage von Kenneth Cole die Flugroute zwischen den Standorten Illesheim und Katterbach geändert. Dadurch soll die Lärmbelastung für Bewohner von Obernzenn und Flachslanden reduziert werden. Die Army sagte weiter zu, Lärmbelästigungen nachzugehen und die Piloten zu belangen.

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