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Strafanzeige droht: Bayerin nimmt Rehkitz mit nach Hause

Spaziergängerin wollte Tier im Unterallgäu vor Hunden retten - 01.06.2020 13:21 Uhr

Wenn Menschen ein Rehkitz in die Hand nehmen, nimmt es deren Geruch an. Die Mutter nimmt ein solches Jungtier dann nicht wieder bei sich auf. © Wildtierrettung/dpa


"Dies war die denkbar schlechteste Entscheidung, die die Frau treffen konnte", teilte die Polizei mit. Denn das wenige Tage alte Kitz wäre für Hunde kaum zu erschnüffeln und daher gut geschützt gewesen. Das Muttertier wäre vermutlich sofort zurückgekehrt, wenn sich die Spaziergängerin entfernt hätte.

Da die Frau das Kitz jedoch mit nach Hause nahm, musste mit Hilfe des Jagdpächters schnell eine Auffangstation für das nun verwaiste Tier gefunden werden. Denn es in den Wald zurückzubringen, war keine Alternative, da das Kitz inzwischen Menschengeruch angenommen hatte und von seiner Mutter nicht mehr als das eigene erkannt worden wäre.

Ohne menschliches Zutun hätte das Kitz seine Mutter gar nicht verloren, betonte die Polizei. Die vermeintliche Tierhelferin muss nun auch noch mit einer Strafanzeige wegen Jagdwilderei rechnen.

dpa

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