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Streik: Tarifverhandlungen im Einzelhandel treffen auch Nürnberg

Es kam dadurch aber zu keinen Schließungen von Geschäften - 17.05.2019 16:09 Uhr

Bestreikt werden tariflose Unternehmen, unter anderem Kaufhof, Karstadt Sports, Amazon, Obi und dm. Auch bei Karstadt Warenhaus legen Beschäftigte die Arbeit nieder. © Federico Gambarini/dpa


Auf einer Kundgebung in München hätten 3500 Warnstreikteilnehmer für mehr Geld protestiert, in Schweinfurt 500, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi. In vielen Kaufhäusern und Läden sei das Personal spürbar ausgedünnt gewesen, aber kein Geschäft habe schließen müssen, sagte eine Gewerkschafterin.

Gestreikt wird seit Freitagmorgen in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, NRW und Rheinland-Pfalz. Die Streiks werden sollen laut einer Mitteilung der Verdi auch am Samstag fortgesetzt werden.

Bestreikt werden tariflose Unternehmen, unter anderem Kaufhof, Karstadt Sports, Amazon, Obi und dm. Auch bei Karstadt Warenhaus legen Beschäftigte die Arbeit nieder. Ihre Forderungen umfassen eine schnellere Anhebung der Entgelte und dass spätestens 2021 wieder zu 100 Prozent der Flächentarifvertrag gilt. Dabei soll für den Einzelhandel unter anderem 6,5 Prozent mehr Lohn anfallen, mindestens aber 163 Euro beziehungsweise ein Euro mehr pro Stunde soll dabei aber ausgehandelt werden.

Nicht die ersten Streiks

"Für den Groß- und Außenhandel werden ebenfalls 6,5 Prozent gefordert, sowie länderspezifisch zum Teil Mindestbeträge, die sich je nach Land zwischen 150 und 200 Euro monatlich bewegen", hieß es in der Mitteilung weiter.

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Zu den Streiks am Freitag erwartete Verdi im Verlaufe des Tages rund 10.000 Beschäftigte. Bereits in den vergangenen Wochen kam es in verschiedenen Bundesländern zu jeweils eintägigen Warnstreiks.

Während Verdi 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt fordert, bietet der Handelsverband Bayern (HBE) dagegen 1,5 Prozent mehr ab Mai und weitere 1,0 Prozent mehr ab Mai 2020. Die Tarifverhandlungen werden am 14. Juni in München fortgesetzt. Im bayerischen Einzel- und Versandhandel arbeiten Verdi zufolge 535.000 Beschäftigte, davon fallen 300.000 unter den Tarifvertrag.

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dpa, mch

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