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Studie: Jeder fünfte mittelfränkische Haushalt verzichtet aufs Auto

50.000 Haushalte befragt - Deutliche Unterschiede zwischen Stadt und Land - 03.12.2019 05:50 Uhr

Bei der Wahl des Verkehrsmittels in Bayern dominiert weiter das Auto. 59 Prozent der Bayern steigen in ihren Wagen oder den eines Bekannten, um zur Arbeit, zum Einkaufen oder zu Freizeitbeschäftigungen zu kommen. © Peter Kneffel/dpa


Nein, die Mehrheit der Bürger im Freistaat ist wahrlich nicht träge. 86 Prozent der Menschen verlässt zumindest für einen kurzen Weg einmal am Tag das Haus. Die Zahl stammt aus einer neuen Studie zur Mobilität im Freistaat. Sie wurde am Montag in Nürnberg vorgestellt. Fast 50.000 Haushalte waren zuvor befragt worden. Die meisten Wege werden mit dem Auto zurückgelegt. 82 Prozent der Haushalte in Bayern verfügen über eines. Die Mehrheit der Haushalte besitzt einen Wagen, ein Viertel sogar zwei oder mehr.


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Doch es gibt auch Haushalte, die auf einen motorisierten Untersatz verzichten. In Mittelfranken sind es 22 Prozent der Haushalte, in Niederbayern aber nur 10 Prozent. Ursache für die verschiedenen Werte sind laut der Studie verschiedene Siedlungsstrukturen. Wer in der Stadt lebt, verzichtet darauf, ein Auto zu besitzen.

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An der Spitze liegen hier die Münchner Haushalte. 44 Prozent verfügen über keinen Wagen. Umgekehrt sieht es auf dem Land aus. Dort haben lediglich 11 Prozent der Haushalte kein Auto. Für Politiker, Forscher und Verkehrsplaner enthält die Studie wertvolle Informationen, um Entscheidungen zu treffen: Wo muss das Straßennetz ausgebaut oder stärker in den Öffentlichen Personennahverkehr investiert werden? Im Gegensatz zur Vorgängerstudie finden sich im aktuellen Bericht detaillierte Daten zu einzelnen Regionen.


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So zeigt die Befragung, welche Verkehrsmittel die Menschen in der Region am häufigsten nutzen, um von A nach B zu kommen. Auffällig ist hier Erlangen. 27 Prozent der Wege werden mit dem Rad zurückgelegt. Ein Fazit der Studie: In den Städten – also dort, wo der Öffentliche Personennahverkehr gut ausgebaut ist – fahren die Menschen mehr mit Bus und Bahn als auf dem Land. In der Studie wurden die Menschen auch gefragt, ob sie einen Fahrradhelm tragen. Es zeigte sich, dass weniger als ein Drittel den Helm (fast) immer trägt. Weniger als 20 Prozent nutzen ihn gelegentlich. Während 48 Prozent der Männer immer oder zumindest gelegentlich einen Helm tragen, liegt der Anteil bei den Frauen bei 40 Prozent.

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