Montag, 16.12.2019

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Stuhlhersteller darf einstige Mercedes-Niederlassung abreißen

Hersbrucker Stadtrat beschäftigte sich in seiner Sitzung mit verschiedensten Themen - 15.11.2019 15:56 Uhr

Die Industriebrache Mercedes Scharrer am Ortsende von Altensittenbach unweit der Thomaskirche soll abgerissen werden, damit dort die Stuhlfirma Löffler neu bauen kann. © Jürgen Ruppert


Vermutlich im 19. Jahrhundert ist an versteckter Stelle, und zwar im Wald nördlich von Hersbruck, die Splittersiedlung "Erzgrube" entstanden. Für ein Haus in diesem Ensemble gibt es Kaufinteressenten, die genehmigungspflichtige Umbauten vornehmen wollen. Stadtbaumeister Lothar Grimm geht davon aus, dass das Anwesen zulässig errichtet wurde, und empfahl erfolgreich, dem Projekt zuzustimmen. Auf Anraten von Norbert Thiel wird die Verwaltung die nicht gesicherte beziehungsweise schlechte Erschließung für Versorgungsfahrzeuge, Rettungsdienste und Schneeräumer in ihre positive Stellungnahme schreiben.

Die Sitzung hatte für Hersbrucker Verhältnisse eher ungewöhnlich begonnen. Ulrike Eyrich beantragte, dass ein Tagesordnungspunkt aus dem nicht öffentlichen Teil in den öffentlichen aufgenommen wird. Angesichts des Themas Denkmalschutz konnte sie keine Gründe für eine Beratung ohne Publikum erkennen. Bürgermeister Robert Ilg antwortete, dass private Belange bestimmter Hauseigentümer betroffen sein könnten.

Ohnehin sei kein Beschluss vorgesehen und Angelegenheiten von allgemeinem Interesse kämen auf jeden Fall noch in eine öffentliche Sitzung. Der Ausschuss folgte seiner Argumentation mit 8:1 Stimmen.

In das ehemalige Altensittenbacher Gasthaus "Zum Planken" ist schon vor einem halben Jahr eine Naturheilpraxis eingezogen. Holger Herrmann wollte wissen, warum das Gesuch auf Nutzungsänderung so spät auf den Tisch kam. Sabine Maul von der Bauverwaltung erläuterte, dass das Verfahren erst nachträglich eingeleitet worden sei.

Ohne Aussprache winkte der Bauausschuss zwei Vorhaben durch. Die Firma Löffler darf die einstige Mercedes-Niederlassung in Altensittenbach abreißen. Bekanntlich soll dort der neue "Sitz" des Stuhlherstellers entstehen.

Außerdem will ein Projektentwickler den Buchenhof – zuletzt Asylbewerberunterkunft – in ein Wohngebäude umwandeln. In einer Anfrage schlug Grünen-Stadträtin Ulrike Eyrich vor, dass Radfahrer die Dr.-Gustav-Schickedanz-Straße in beiden Richtungen benutzen dürfen. Die künftige Einbahnstraße ist derzeit wegen der Bauarbeiten am Altstadt-Carré gesperrt. "Ein guter Hinweis", befand Bürgermeister Robert Ilg und möchte den Tipp wenn möglich umsetzen lassen.

Jürgen Ruppert

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