Tödlicher Bahnunfall bei Landshut: Polizei ermittelt weiter

14.10.2020, 08:30 Uhr
Am Dienstag sind zwei Schüler bei einem Bahnunfall bei Landshut ums Leben gekommen. 

© NEWS5 / Pieknik, NEWS5 Am Dienstag sind zwei Schüler bei einem Bahnunfall bei Landshut ums Leben gekommen. 

Zwei Schüler sind bei einem Bahnunfall bei Landshut in Niederbayern ums Leben gekommen. Die beiden Brüder, 13 und 17 Jahre alt, hätten am Dienstagmorgen versucht, einen im Bahnhof Bruckberg stehenden Zug zu erwischen, sagte ein Polizeisprecher.

Als sie den Bahnübergang trotz geschlossener Schranken überquerten, wurden sie von einem durchfahrenden Regionalzug in voller Fahrt erfasst und tödlich verletzt.

Die Polizei ermittelt weiter zum genauen Hergang. Die Beamten befragen Zeugen und werten mögliche Videoaufnahmen von Überwachungskameras aus, wie ein Sprecher sagte. Bisher hätten Vernehmungen aber erste Ermittlungsergebnisse bestätigt.

Viele Augenzeugen

Zahlreiche Augenzeugen, darunter mehrere Schüler, beobachteten den schrecklichen Unfall. Die Fahrgäste würden ebenso wie die Angehörigen der beiden Schüler von Kriseninterventionsteams vor Ort betreut, sagte der Sprecher. Die Zahl der Augenzeugen lasse sich bisher nicht abschätzen. Bruckbergs Bürgermeister Rudolf Radlmeier (Freie Wähler) sprach von einem "rabenschwarzen Tag für die Gemeinde".

Viele Schüler hätten den Unfall miterleben müssen. Sie seien anschließend im Feuerwehrhaus der Gemeinde betreut worden. Auch rund 100 Einsatzkräfte waren nach Angaben der Polizei vor Ort. Für sie seien derartige Einsätze ebenfalls "nichts Alltägliches", sagte ein Polizeisprecher.

Für die Einsatzkräfte gebe es deshalb ebenfalls Angebote zur seelsorgerischen Betreuung. Die Zugstrecke zwischen Moosburg und Landshut blieb bis kurz vor 12 Uhr gesperrt, die Bahn richtete einen Schienenersatzverkehr mit Bussen ein.

Dieser Artikel wurde um 8.30 Uhr am 14. Oktober 2020 aktualisiert.


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