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Ab Dezember: Mehr Züge halten in Treuchtlingen

Allgäu-Franken-Express stoppt wieder öfter - Zusätzliche ICE-Halte - 16.10.2019 05:57 Uhr

Eigentlich sind diese lokbespannten Züge für den Nahverkehr auf der Schnellfahrstrecke Nürnberg – Ingolstadt – München vorgesehen. Rund um Treuchtlingen drehen sie aber für Testfahrten gerade ihre Runden. In der Eisenbahnerstadt halten ab Dezember zusätzliche Züge. © Foto: Andreas Dollinger


Ab dem 15. Dezember gilt der neue Bahnfahrplan – für die Eisenbahnerstadt Treuchtlingen hat er ein paar Verbesserungen bereit.

Ab Mitte Dezember halten weitere Züge des Allgäu-Franken-Express‘ in der Altmühlstadt. Um 10.15 Uhr stoppt täglich ein Zug aus Lindau und Oberstdorf, der um 10.46 Uhr ohne weiteren Halt Nürnberg erreicht. Außerdem hält nun täglich ein zusätzlicher Zug von Nürnberg (ab 17.13 Uhr) ohne Zwischenhalt in Treuchtlingen (Ankunft: 17.46 Uhr), was vor allem Pendler freuen wird. Endstationen des Zuges sind Oberstdorf (20.40 Uhr) und Lindau (20.46 Uhr). An Samstagen hält ein weiterer Zug aus Lindau (Abfahrt 17.18 Uhr) um 20.21 Uhr in Treuchtlingen. Er erreicht Nürnberg um 20.57 Uhr.

Eine bequeme Umsteigeverbindung ins Allgäu wird um die Mittagszeit leicht geändert. Bislang war es von Treuchtlingen aus möglich, um 13.35 Uhr mit Umstieg in Donauwörth dort um 14.05 Uhr den Allgäu-Franken-Expess Richtung Lindau und Oberstdorf zu erreichen. Doch diese Verbindung startet künftig erst in Augsburg um 14.30 Uhr, wo der Regionalexpress aus Richtung Treuchtlingen planmäßig erst um 14.27 Uhr ankommt.  

Im Regionalverkehr wird auf der Linie Nürnberg – Treuchtlingen – Ingolstadt – München zusätzlich der neue Halt "Ingolstadt Audi" zwischen Gaimersheim und Ingolstadt Nord angefahren. Dadurch wird die Abfahrtszeit mancher Züge in Treuchtlingen um eine bis sieben Minuten nach vorne verlegt. Ansonsten bleibt das Angebot auf der Strecke gleich.

Im Fernverkehr werden in Treuchtlingen an manchen Tagen weitere Züge halten. Samstags stoppt zukünftig der ICE 702 von München (ab 17.05 Uhr) nach Berlin (an 22.24 Uhr) um 18.25 Uhr in Treuchtlingen. Ebenfalls hält samstags ICE 1206 um 15.06 Uhr in Treuchtlingen. Der Zug startet um 10.23 Uhr im österreichischen Innsbruck und erreicht sein Ziel Hamburg-Altone um 20.45 Uhr. An manchen Sonntagen verkehrt zu dieser Uhrzeit ICE 1284, der in Schwarzach-St.Veit (im österreichischen Bundesland Salzburg) um 10.05 Uhr startet und um 22.30 Uhr in Flensburg endet. Zudem fährt nun sonntags noch IC 1980 von München (15.53 Uhr) über Treuchtlingen (17.07 Uhr) nach Hamburg-Altona (22.45 Uhr).

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Auf eine Aufwertung darf sich auch Augsburg freuen. Zwischen Augsburg und Nürnberg werden im Regelfahrplan Fernverkehrszüge tagsüber künftig im Abstand von maximal 2.45 Stunden mit einer Fahrzeit von 1.15 Stunden fahren. Auch die bisherige Angebotslücke am Nachmittag von Augsburg nach Nürnberg insbesondere am verkehrsstarken Freitag wird geschlossen, teilt die Bahn mit.

Von Augsburg nach Berlin wird es künftig sechs statt bislang vier Direktverbindungen, mit Umstieg insgesamt acht schnelle Verbindungen mit einer Reisezeit von deutlich unter fünf Stunden geben. Von Berlin in die Fuggerstadt wird es künftig sieben Mal täglich eine Direktverbindung geben.

Züge im Testbetrieb

Auf den Gleisen zwischen Nürnberg, Treuchtlingen und München/Augsburg sind momentan testweise neue Waggons unterwegs. Für den Nahverkehr auf der Schnellfahrstrecke Nürnberg – Ingolstadt – München bestellte die Deutsche Bahn bereits 2013 sechs Doppelstockzüge beim tschechischen Hersteller Škoda, die bislang allerdings mangels Zulassung durch das Eisenbahnbundesamt (EBA) nicht im Fahrgastbetrieb eingesetzt werden können.

Zuletzt waren laut Škoda noch zusätzliche Messungen für den Fahrzeugbetrieb bis 190 Kilometer in der Stunde durchzuführen, wofür in August und September entsprechende Testfahrten auf der Schnellfahrstrecke als auch im Altmühltal statt fanden. In Hoffnung auf die baldige Zulassung plant die Deutsche Bahn nun, wie auch schon in den Vorjahren, die Betriebsaufnahme zum Fahrplanwechsel im Dezember.

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Damit das Zugpersonal vorab Erfahrungen auf den neuen Zügen sammeln kann sollen diese im Vorfeld vorübergehend mit im Umlauf der doppelstöckigen "Twindexx"-Züge, die auf der Strecke Nürnberg – Treuchtlingen – Augsburg sowie München – Ingolstadt – Treuchtlingen – Nürnberg verkehren, eingesetzt werden.

Der Bericht wurde am 21. Oktober um 13.37 Uhr ergänzt.

beh/ano E-Mail

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