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Dienstag, 16.07.2019

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Altmühl: Fischer fängt 43 Kilogramm schweren Wels

Sascha Ziesig zieht beim Fischen des Kreisfischereivereins einen mächtigen Waller an Land - 17.06.2019 16:58 Uhr

Sascha Ziesig hat beim Traditionsfischen des Kreisfischereivereins Treuchtlingen-Weißenburg einen 43,3 Kilogramm schweren Waller aus der Altmühl gezogen. © Foto: Thomas Arnold


Für sechs Stunden legten die Mitglieder am Ufer der Altmühl zwischen Dietfurt und Eßlingen ihre Köder aus, Sascha Ziesig hatte dabei einen besonderen Fang an der Angel: einen 43,3 Kilogramm schweren Waller. Der Wels war der schwerste Fisch, der in der Geschichte des Fischerfestes gefangen wurde. Damit hat der Fischerkönig Ziesig seinen Titel verteidigt.

Nach der Abwaage aller Tiere stellte sich heraus, dass das Gesamtergebnis des Vorjahres mangels Beteiligung nicht erreicht werden konnte. Insgesamt brachten 35 Petrijünger etwa 145 Kilogramm Fisch zur Abwaage. Erwartungsgemäß dominierten die Karpfen mit einem Gesamtgewicht von 75 Kilogramm. Dass nur ein Hecht mit 1390 Gramm erbeutet wurde, liegt laut Verein daran, dass man lieber geruhsam auf die schwereren Karpfen angelt, die mehr Gewicht bringen. Hechtfischen ist Wanderfischen und sei mit mehr Aufwand verbunden.

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Bei der Proklamation zeigte sich der Vorsitzende Roland Kunert über die Teilnahme etwas enttäuscht, war aber mit dem Fangergebnis zufrieden. In seiner Rede betonte er, dass die Fischer bei ihrer Hegearbeit mehr oder weniger im trüben fischen. Die Spezies Fisch sei weitestgehend unsichtbar und stumm.

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Jedoch sorgen die Mitglieder der Vereine für den Erhalt der Artenvielfalt und bemühen sich um den Umweltschutz. Es werde viel zu wenig beachtet, wie viel Unrat Jahr für Jahr von den Ufern der Vereinsgewässer entfernt wird, so Kunert. Außerdem müsse man in letzter Zeit vermehrt gegen Fischdiebe vorgehen. Die Altmühl sei zwar ein fischreiches Gewässer, so Kunert, dennoch sei Schwarzfischen kein Kavaliersdelikt und werde verfolgt. 

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