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Altmühltherme: Sauna fertig, Freibad "fertig"

Der Umbau der Treuchtlinger Therme ist fast abgeschlossen, Sorgenkind bleibt das Freibad - 18.08.2020 06:04 Uhr

Blick vom Saunagarten der Altmühltherme auf die Terrasse mit den zwei Becken und die Schienenbus-Sauna (rechts).

17.08.2020 © Altmühltherme


Im entkernten und neu eingerichteten historischen Bahnwagen können die Badegäste seit dem Wochenende bei einer Temperatur von 80 Grad im Flair der 1970er Jahre mit Blick auf die Altmühl schwitzen. Auch die Saunakabine der Freibadterrasse hat einen neuen Standort gefunden und wartet mit 90 Grad Hitze auf die Gäste. Zur Ruhe kommen diese auf der dreistufigen Terrasse und im neu angelegten Saunagarten.

Die neue Saunaterrasse der Treuchtlinger Altmühltherme.

17.08.2020 © Altmühltherme


Länger als geplant dauert es unterdessen beim Thermal-Außenbecken, wie Badleiter Ulrich Schumann in der jüngsten Sitzung des Werk- und Bäderausschusses erläuterte. Ende April hatten die Arbeiten daran begonnen. Gründe für die Verzögerung seien unter anderem die aufwändige Verfugung, ein überlasteter Auftragnehmer sowie ein undichtes Wetterschutzzelt, das bei starkem Regen die Abdichtungsarbeiten behindert habe. Fertiggestellt sein soll das Becken nun Ende August.

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Mit dem Sommer wird dann wohl auch die Lebenszeit des Freibads enden. Das Doppelbecken ist seit 1997 in Betrieb und hat laut Schumann erheblichen Sanierungsbedarf. Estrich und Putz sind marode, die Fliesen lösen sich, und die Glasur an den Beckenköpfen platzt ab – teils mit scharfen Kanten. Die steinernen Liegestufen sind ebenfalls brüchig, und die Beckenumgänge setzen sich.

Rissige Fliesen, abgeplatzte Verkleidungen: Das Treuchtlinger Freibad hat schon bessere Tage gesehen.

18.05.2020 © Altmühltherme


Flickwerk reicht nicht mehr

Im September 2018 hatte der Ausschuss erstmals über das Problem beraten und war zu dem Schluss gekommen, die Schäden zunächst auszubessern und „noch zwei Jahre mit dem Flickwerk zu leben“. Im Mai 2019 hatte die Badleitung dann jedoch Sicherheitsbedenken angemeldet, woraufhin die bröckelnden Stellen für rund 20.000 Euro mit Epoxidharz überzogen wurden, um den Betrieb für das laufende Jahr nicht zu gefährden. Gleichzeitig hatte die CSU ein neues Gesamtkonzept für das Freibad angemahnt. Dieses Frühjahr wiederholte sich wegen weiterer Schäden das Prozedere, wobei Schumann darauf verwies, dass „ein nochmaliger Betrieb für 2021 in diesem Zustand fast unmöglich ist“.

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An einer potenziellen Neuausrichtung des Freibads arbeitet das Team der Therme seither. Es sei angesichts der übrigen Umbauten mittlerweile „nicht mehr als eigenständiger Bereich, sondern eher als Außenbecken des Familien- und Aktivbads zu sehen“, so Schumann. Dafür sowie für die deutlich reduzierten Aufenthaltsbereiche sei jedoch die Wasserfläche zu groß. Es sei allerdings nach wie vor schwierig, die Treuchtlinger von einer klareren Ausrichtung der Therme zu überzeugen.

Sanieren oder neu ausrichten?

Wie es weitergeht, soll nun bis Jahresende feststehen. Neben einem komplett neuen Konzept wäre es auch möglich, das Freibad im Bestand zu sanieren oder das Becken zusätzlich mit langlebigerem Edelstahl auszukleiden. Geschätzte Kosten: 1,45 beziehungsweise 2,1 Millionen Euro.

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Zufrieden ist Badchef Schumann indes mit den Besucherzahlen. Knapp 23.000 waren es seit Ende des Corona-Lockdowns beziehungsweise Wiedereröffnung des Thermalbads. Durchschnittlich kamen seither täglich 190 Gäste ins Familien- und Aktivbad, 131 ins Thermalbad, 75 ins Freibad und 50 in die Sauna. Damit erfüllt letztere bereits die Prognose der Wirtschaftlichkeitsanalyse für das erste Betriebsjahr, Freibad und Aktivbad liegen bei 75 bis 80 Prozent, das Thermalbad bei etwa der Hälfte der erwarteten Besucher. „Und das trotz Corona, obwohl der Außenbereich noch unfertig und Sauna-Saison im Winter ist“, gibt Schumann zu bedenken. Wegen der Pandemie-bedingten Begrenzung auf höchstens 663 Gäste zur selben Zeit verzichte die Therme überdies derzeit noch ganz auf Werbung.

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