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An Treuchtlinger Senefelder-Schule wird weitergebaut

Der erste Abschnitt soll Anfang 2020 fertig sein - Zweckverband muss "Strafzinsen" zahlen - 12.07.2019 06:04 Uhr

So sieht die neue Treuchtlinger Senefelder-Schule aus: Nach langem Stillstand und aufwändiger Nachbesserung präsentiert sich der erste Bauabschnitt nun erstmals ohne Baugerüst. Im Februar nächsten Jahres sollen Schüler und Lehrer endlich dort einziehen können. © Patrick Shaw


Zweckverbands-Geschäftsführer Martin Klischat berichtete im Nachgang auf Anfrage unserer Zeitung, dass die Abbrucharbeiten des schadhaften Estrichs dem Ende entgegen gehen und nun bald die neuen Firmen Estrich und Fußbodenheizung verlegen können. Auch die im Anschluss nötigen Naturstein-Verleger seien schon beauftragt.

Im kommenden Jahr soll dann mit dem nächsten Teilabbruch des Altbaus begonnen werden, um Platz für die neue Vierfach-Turnhalle zu schaffen, die dann bis Herbst 2021 stehen soll. Im Anschluss wird die jetzige Sporthalle abgerissen, auf deren Gelände bis 2023 der neue Klassentrakt entstehen soll. Für 2024 ist schließlich der vierte Bauabschnitt geplant – die Neuanlage der Grünflächen. Um den ersten Abschnitt nach Fertigstellung schon nutzen zu können, werden die Außenanlagen dort vorübergehend hergerichtet.

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Fast zweieinhalb Jahre hinkt der Neubau der größten Schule des Landkreises nun schon den Planungen aus dem Jahr 2016 hinterher. Hauptgründe sind ein großflächig zu dünn verlegter Estrich und die Insolvenz der Fassadenbaufirma. Für die mangelhaft durchgeführten Arbeiten hat der Zweckverband auch noch kein Geld gezahlt, die Mittel liegen aber schon auf dem Konto. Das Problem daran: Allein im vergangenen Jahr musste der Verband rund 35.000 Euro Verwahrgeld (auch als "Strafzinsen" bekannt) berappen.

Fördermittel der Regierung in Höhge von einer halben Million Euro hat der Zweckverband deshalb nicht abgerufen, um nicht noch mehr Zinsen zahlen zu müssen. Der Zuschuss soll zu einem späteren Zeitpunkt nochmals beantragt werden – und dann auch den durch die Inflation während des Stillstands gestiegenen Baukosten Rechnung tragen. Ansonsten attestierte der Rechnungsprüfungsausschuss dem Verband für 2018 eine "hervorragende Arbeit", so der Prüfer, Pappenheims Bürgermeister Uwe Sinn. 

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