Bebauungsplan steht: "Grünes Licht" für psychosomatische Klinik

24.4.2021, 06:01 Uhr
Hier ein Entwurf, wie das historische Portal des einstigen Treuchtlinger Stadtkrankenhauses in den Außenanlagen der neuen Bezirksklinik zur Geltung kommen könnte.

Hier ein Entwurf, wie das historische Portal des einstigen Treuchtlinger Stadtkrankenhauses in den Außenanlagen der neuen Bezirksklinik zur Geltung kommen könnte. © Foto: Bezirkskliniken Mittelfranken

Die Stadt Treuchtlingen hat nun einen weiteren Schritt unternommen, dass auf dem Gelände des ehemaligen Stadtkrankenhauses Neues entstehen kann: Der Stadtrat hat am Donnerstagabend einstimmig den erforderlichen Bebauungsplan gebilligt. Wie mehrfach berichtet, wird der Bezirk Mittelfranken dort eine psychosomatische Fachklinik errichten. 140 Betten wird der Komplex umfassen.

Zu Beginn der Thematik befassten sich die Ratsmitglieder mit den im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung eingegangenen Anregungen. Diplom-Ingenieur (FH) Werner Alkewitz vom gleichnamigen Landschaftsarchitekturbüro lieferte dazu die erforderlichen Erläuterungen.


Treuchtlinger Fachklinik soll in vier Jahren eröffnen


Eingearbeitet in den zur Abstimmung vorgelegten Bebauungsplan wurden schließlich alle Anregungen. "Keine Forderung stand den Wünschen des Bauherrn entgegen", bilanzierte Alkewitz.

Mehr Stellplätze statt MVZ-Neubau

Fallengelassen wurden erste Überlegungen, das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Altmühlfranken baulich künftig ebenfalls auf dem früheren Stadtkrankenhaus-Gelände vorzusehen. Dazu reicht der Platz einfach nicht, wie sich herausgestellt hat.

Stattdessen wurde die Zahl der geplanten Parkplätze für Personal und Besucher erhöht.

Verkehrsmäßig erschlossen für künftige Patienten und Besucher der psychosomatischen Klinik wird der Neubau von der Wettelsheimer Straße über die Krankenhausstraße zum Haupteingang und den Besucher- und Patientenparkplatz.

Um den vorgesehenen Baukörper für die Bezirksklinik unterzubringen, müssen noch einige der alten Bäume gefällt werden. Eine Teilrodung ist bereits erfolgt, weitere Bäume sollen unmittelbar vor Beginn der Bauarbeiten für die neue Klinik weichen, heißt es seitens des Bauherrn. Einen Ausgleich hat der Bezirk Mittelfranken jedenfalls ebenso versprochen: An anderer Stelle auf dem Gelände sollen neue Bäume gepflanzt werden, vornehmlich heimische Arten.

Die geplante Klinik wird in Richtung Norden mit vier Vollgeschossen ausgeführt, Richtung Süden sind deren drei vorgesehen. Als maximale Gebäudehöhe stehen 15,7 Meter im Plan.

"Gekrönt" werden die Gebäude von einem Flachdach. Die Abwasserbeseitigung ist im Trennsystem vorgesehen, das Niederschlagswasser soll versickern.

Auch wenn der Baukörper des alten Treuchtlinger Stadtkrankenhauses dem Neubau weichen muss: Im Außenbereich soll später jedoch das historische Eingangstor des alten Krankenhauses einen neuen Platz finden und an vergangene Zeiten zumindest erinnern.

Eine Erinnerung an 145 Jahre

Der nämliche steinerne Torbogen mit dem Treuchtlinger Stadtwappen über dem Schlussstein aus der Anfangszeit um 1876 ist künftig das Einzige, das vom früheren Treuchtlinger Stadtkrankenhaus – der Komplex ist bis zu 145 Jahre alt – übrig bleiben wird.

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