Bis 1 GBit/s: Glasfaser für Treuchtlinger Gewerbegebiet

19.5.2021, 06:01 Uhr
Baustelle Industriestraße: In dem Treuchtlinger Gewerbegebiet, in dem rund 30 Firmen ansässig sind, plant die Telekom Internet-Erschließung via Glasfaser. Machen will das Unternehmen dies aber nur, wenn sich genügend Anschlusswillige finden. Derzeit lässt die Stadt Treuchtlingen die Industriestraße ausbauen. 650 000 Euro sind dafür im Haushalt vorgesehen.

Baustelle Industriestraße: In dem Treuchtlinger Gewerbegebiet, in dem rund 30 Firmen ansässig sind, plant die Telekom Internet-Erschließung via Glasfaser. Machen will das Unternehmen dies aber nur, wenn sich genügend Anschlusswillige finden. Derzeit lässt die Stadt Treuchtlingen die Industriestraße ausbauen. 650 000 Euro sind dafür im Haushalt vorgesehen. © Foto: Jürgen Karg

Die Telekom kündigt an, das Gewerbegebiet Industriestraße mit Glasfaser-Anschluss für schnelles Internet zu versorgen, sollten sich genügend Betriebe finden, die diese Anschlussvariante wählen.

Rund 30 Unternehmen sind in diesem Gewerbegebiet laut Telekom ansässig. Wenn sich bis 31. August mindestens 30 Prozent bereit erklärten, künftig einen Glasfaser-Anschluss der Telekom zu nutzen, können diese Firmen kostenlos an das künftige Gigabit-Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen werden, so die Telekom in einer Pressemitteilung.

Glasfaser auf zwei Kilometern

Diese Mindest-Nutzung ist aber laut Telekom ebenfalls Voraussetzung dafür, dass der Bereich Industriestraße grundsätzlich entsprechend ausgebaut wird.

Das Angebot auf Glasfaser reiche vom asymmetrischen 100-MBit/s-Geschäftskundenanschluss über den symmetrischen 1-GBit/s-Anschluss bis hin zu direkten Übertragungswegen mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 GBit/s, erläutert das Telekommunikationsunternehmen.

Die geplanten Investitionen der Stadt Treuchtlingen für das Jahr 2021.

Die geplanten Investitionen der Stadt Treuchtlingen für das Jahr 2021. © nn-Infografik, Quelle: Stadt Treuchtlingen

"Die Telekom wird dafür rund zwei Kilometer Glasfaser verlegen und die Unternehmensstandorte direkt an das Glasfaser-Netz anbinden. Dabei wird beim Gewerbegebiets-Ausbau in Treuchtlingen unter anderem das moderne Trenching-Verfahren eingesetzt. Es ist zeitsparend, nachhaltig und kosteneffizient im Ausbau, führt zu kürzeren Bauzeiten und somit zu weniger Belastungen für die Anwohner", erklärt die Telekom das Vorhaben.

Mit Glas in die Zukunft

"Die Zukunft ist Glas," wird Jean-Pascal Roux, Leiter Wohnungswirtschaft und Breitbandausbau Geschäftskunden der Telekom Deutschland, zitiert. Und weiter: "Deswegen gehört ein leistungsstarker Glasfaseranschluss jetzt und für die kommenden Generationen so selbstverständlich in jedes Haus, in jede Gewerbeeinheit, wie es der Telefonanschluss in den letzten 100 Jahren war. Diese Verantwortung für Deutschland gehört zur Identität der Telekom."


Breitband-Ausbau: Treuchtlingens Weiler ziehen an der Stadt vorbei


Der schnelle Zugang zum Internet sei ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Standortvorteil, heißt es seitens der Stadt Treuchtlingen. Während die Kernstadt mit DSL bereits gut versorgt sei, fehle in vielen Dörfern eine solche Anbindung oder sie seien nur mit mäßiger DSL-Geschwindigkeit ausgestattet.

"Einzige zukunftsfähige Lösung"

Bei der Stadtverwaltung ist man der Meinung, dass nur Breitband über Glasfaser eine zukunftsfähige Lösung darstelle. Funklösungen, wie UMTS, HSDPA, WLAN und auch die "neue" LTE-Technik, könnten allenfalls eine Ergänzung sein, um auch einen flexiblen Internetzugang, beispielsweise für Touristen und Geschäftsreisende, zu ermöglichen.


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Die Treuchtlinger Stadtwerke sind am Ball, um die erforderliche Infrastruktur voranzutreiben. Die Stadtwerke verlegen schon seit einigen Jahren bei allen Baumaßnahmen Leerrohre für Glasfaserleitungen, verdeutlicht die Stadtverwaltung.

In diesem Zusammenhang sei die Stromnetzübernahme von der N-Ergie und den Lechwerken sehr wichtig gewesen, da damit die Möglichkeit bestehe, Glasfaserleitungen bis zu den Treuchtlinger Ortsteilen zu verlegen.

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