Corona-Gebühr und Maske? Altmühltherme plant Wiedereröffnung

8.6.2021, 06:01 Uhr
Da nun die Wiedereröffnung von Thermen inzidenzabhängig möglich ist, möchte die Altmühltherme möglichst schnell den Betrieb aufnehmen. 

Da nun die Wiedereröffnung von Thermen inzidenzabhängig möglich ist, möchte die Altmühltherme möglichst schnell den Betrieb aufnehmen.  © Altmühltherme

Seit Montag, 7. Juni, dürfen Thermen und Hallenbäder in Bayern wieder öffnen. Allerdings wurden die Einrichtungen von dieser Ankündigung recht "kalt erwischt": Wie der Leiter der Almühltherme, Ulrich Schumann mitteilte, habe man die entsprechende Mitteilung erst am vergangenen Freitag, einem Brückentag, gegen 13 Uhr erhalten.

Demnach darf die Treuchtlinger Einrichtung bei einem Inzidenzwert unter 100 wieder Besucher empfangen. Aus dem Ministerium heißt es, dass im Außenbereich keine Maske getragen werden muss, aber im Innenbereich besteht Maskenpflicht. "Ausnahmen gibt es für Personen bei der Sportausübung im Innenbereich der Thermen", heißt es weiterhin.

Es sind noch Fragen offen

Wie diese Regeln konkret zu verstehen sind und umgesetzt werden müssen, will die Altmühltherme nun noch herausfinden. Schumann rechnet daher mit einer frühstmöglichen Eröffnung am Mittwoch, eventuell aber auch erst am Donnerstag oder Freitag.

Sobald es soweit ist, werden für den Eintritt etwas andere Bedingungen gelten. Denn aufgrund eines einstimmigen Beschlusses im Werks- und Bäderausschuss hat die Einrichtung ihr Tarifsystem nun an die pandemische Lage angepasst.

Der Hintergrund: Im vergangenen Sommer kam es häufiger zu einem Einlassstopp. Dieser galt fast täglich bereits gegen 11 Uhr für die Sauanagäste, und darüber hinaus an zahlreichen Wochenenden im Familien- und Spaßbad.

"An verregneten Tagen standen die Menschen anderthalb Stunden lang bis zum Kreisel an, um ins Bad zu kommen", rief Ulrich Schumann den Ausschussmitgliedern vor der Beschlussfassung ins Gedächtnis. Diesen Beobachtungen wolle man nun Rechnung tragen, da davon auszugehen sei, dass sich diese Szenarien sonst wiederholen könnten.

Wartezeiten vermeiden

Geplant sind daher zweierlei Anpassungen: Zum einen gibt es nun auf der Internetseite der Altmühltherme eine "Wasserstandsanzeige", die wie ein stilisiertes Glas Wasser aussieht. Dessen Pegel zeigt an, wie stark die Therme aktuell ausgelastet ist. So können Besucher schon vor ihrer Anfahrt abschätzen, ob und wie lange sie auf einen Einlass warten müssten.

Auf der Internetseite der Therme informiert dieser Zähler nun über die Auslastung.

Auf der Internetseite der Therme informiert dieser Zähler nun über die Auslastung. © Foto: Altmühltherme Treuchtlingen

Zudem wird die generelle Tageskarte für die Zeit der Corona-Beschränkungen temporär ausgesetzt, um mehr Gästen an einem Tag den Thermenbesuch zu ermöglichen. Besucher haben demnach die Option, ein Zwei-Stunden-Ticket zu kaufen und insgesamt vier mal eine Nachzahlgebühr (von je 1,50 Euro) zu entrichten, wodurch sie insgesamt vier Stunden bleiben können. Wer sich länger als vier Stunden in der Altmühltherme aufhalten will, muss zusätzlich eine Corona-Gebühr von vier Euro entrichten. Ein Tagesaufenthalt in der Therme ist demnach weiterhin möglich, kostet aber nun 18,90 statt 14,90 Euro.

Im Buchungssystem auf der Internetseite der Therme können täglich 25 Prozent der verfügbaren Plätze als Tageskarten inklusive Corona-Gebühr reserviert werden. Die übrigen Plätze bleiben für spontane Gäste und Personen ohne Internetzugang frei verfügbar.

Abweichend plant die Altmühltherme an Tagen mit wenig Auslastung vorzugehen. So sei man beispielsweise im Hochsommer, wenn die Auslastung im Saunabereich erfahrungsgemäß gering ist, froh um jeden Tagesgast.

An Tagen, an denen die Auslastung in der Therme weniger als 75 Prozent beträgt, könne die Gebühr demnach entfallen. Vergewissern können sich die Gäste immer über die Internetseite der Therme oder durch einen Anruf, teilt Ulrich Schumann mit.

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