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Dank neuem Café: Volkskundemuseum nun im Winter geöffnet

Vier Tage pro Woche ist die Ausstellung bis März zugänglich - Laden mit regionalen Produkten - 20.12.2019 05:57 Uhr

Anja Christoph (40) betreibt seit Dezember das Museumscafé im Treuchtlinger Volkskundemuseum. Dadurch hat das Museum nun auch den Winter über geöffnet.

19.12.2019 © Foto: Benjamin Huck


Nach dem Umbau des Volkskundemuseums im Juni diesen Jahres hatte sich Anja Christoph bereits als Mitarbeiterin der Stadt um das Café gekümmert. Doch die gelernte hauswirtschaftliche Betriebsleiterin wollte den Weg in die Selbstständigkeit gehen und ihre Backkünste selbst verwirklichen. Denn als städtische Angestellte musste sie bislang auf eingekauften Kuchen und andere Backwaren zurückgreifen.

Mit der Stadt hat sie sich jetzt auf eine andere Regelung geeinigt: Anja Christoph und ihr Mann haben das Café mit seinen 50 Plätzen plus Nebenraum und einen Großteil des Inventars von der Stadt gepachtet. Dort verkaufen sie Kaffee und Kuchen sowie Selbstgemachtes wie Marmelade oder Honig auf eigene Rechnung.

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Das Café ist aber zugleich die Kasse für das Museum und den Museumsladen mit weiteren regionalen Produkten. Für den Verkauf der Eintrittskarten erhält die Familie Christoph eine Vergütung von der Stadt.

Betrieb an vier Tagen

Mit dem Cafébetrieb ist das Museum nun auch von November bis März geöffnet, immer nachmittags am Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Sonntag. Bislang war die Einrichtung auch wegen hoher Personalkosten und der bescheidenen Finanzlage der Stadt in dieser Zeit geschlossen. In den Sommermonaten gelten die bisherigen Öffnungszeiten von Dienstag bis Sonntag.

Auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten will Christoph ihre Gäste bewirten. Dazu sind spezielle kulinarische Museumsführung geplant, an denen bei bestimmten Ausstellungsstücken Häppchen angeboten werden. Auch dazu bringt Christoph Erfahrung mit: Die 40-Jährige war bereits als Museumspädagogin im Haus tätig und ist zudem Naturparkführerin. So gab es bereits eine "Aurnhammer"-Torte mit Mandeln und Buttercreme. Denn die Inhaberfamilie der Posamtenmanufaktur hat auch eine Konditorei in Treuchtlingen betrieben.

Zusammen mit Museumsleiterin Marlit Bauch plant Christoph die Ausstellungen für das kommende Jahr. Fest steht bereits: Die diesjährige Sonderausstellung zum 150. Eisenbahnjubiläum wird in die Dauerausstellung im Erdgeschoss integriert. Über die weiteren Pläne ist noch nichts entschieden, diese sollen zudem noch mit dem Stadtrat abgestimmt werden.

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Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.anjas-museumscafe.de

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