Montag, 27.01.2020

|

Das Sportbad der Altmühltherme wird später fertig

Bauarbeiten dauerten länger, weil der alte Beton zu bröselig war - Eröffnung Ende Dezember - 12.09.2017 06:07 Uhr

Das Wellenbad im Sportbecken ist Geschichte, der Fünf-Meter-Sprungturm bleibt aber bestehen. © Benjamin Huck


Noch wird in dem Gebäudeteil der Altmühltherme aus den 1970er-Jahren fleißig gewerkelt. Im Oktober 2016 wurden Sportbad, Gastronomie und Salzlounge geschlossen, die Sauna wurde in eine eigene Hütte am Freibad verlegt. Nach elf Monaten sollte wieder Wasser in die Becken fließen, doch die Bausubstanz war zu marode.

„Die Planer haben zwar Probebohrungen unternommen, doch die wahren Schäden im Beton sind erst bei den Arbeiten zum Vorschein getreten“, erklärt Badchef Ulrich Schumann. Es sei eigentlich zu erwarten gewesen, dass der Aufwand größer werden könne. Unter den Fliesen des Sportbeckens und ehemaligen Wellenbads wurde dann das ganze Ausmaß deutlich.

„Wir möchten jetzt nicht die Zeit krampfhaft wieder aufholen. Die Sanierung soll gründlich erfolgen, nicht, dass wir in ein paar Jahren wieder Probleme haben“, sagt Schumann. Auch die Kosten seien höher als vorher kalkuliert, die genehmigten Gesamtkosten steigen dadurch aber nicht. „Wir haben bei den Vergaben sehr gute Ausschreibungsergebnisse erzielt und mussten den Kostenrahmen nicht ausschöpfen.“ Gut 900.000 Euro zusätzliche Kosten verursacht der marode Beton. Eine Summe, die ohnehin schon als Puffer eingeplant war.

Bilderstrecke zum Thema

Bauarbeiten in der Altmühltherme Treuchtlingen

Seit Oktober 2016 wird das Sportbad und die Salzlounge in der Treuchtlinger Altmühltherme modernisiert. Ende des Jahres soll alles fertig sein. Ein Blick auf die Baustelle.


Dort, wo früher die Sauna war, sind die gut 25 Arbeiter gerade mit dem Bau eines Gesundheitszentrums beschäftigt. Auf Geräten gibt es Fitnesskurse und Seminare. Außerdem entsteht eine neue Salzlounge mit intensiver, 45-minütiger Bedampfung. „Das entspricht einem dreitägigen Meeresaufenthalt“, sagt Schumann.

Im ersten Stock, auf der Fläche des ehemaligen Restaurant, entstehen die neuen Umkleiden. Am Ende sollen sie für Thermal- und Sportbad zugänglich sein und nicht mehr für die Bäder getrennt, wie es früher einmal der Fall war.

Wellenbad ist nun Geschichte

Im Sportbad legen die Fliesenleger Hand an und verkleiden das große Becken. Das einst beliebte Wellenbad gibt es dann nicht mehr. „Wenn wir es in Betrieb genommen haben, mussten wir das Bad für zwölf Stunden sperren und 100.000 Liter Wasser in die Kanalisation ablassen“, so Schumann. Das habe sich nicht mehr rentiert. Der Fünf-Meter-Sprungturm bleibt aber erhalten. Im Becken trennt nun eine bauchhohe Wand mit Durchgang am Rand den Schwimmer- vom Nichtschwimmerbereich.

Ein räumlich abgetrenntes Becken nahe der Rutsche soll Platz für Aquagymnastik und Gesundheitskurse bieten. Im ehemaligen Durchgang zwischen Sport- und Thermalbad entsteht ein Kinderbecken mit geschwungenen Rändern. „Der Boden des Beckens und der Umgebung sind ähnlich elastisch wie eine Tartanbahn“, erklärt Schumann. Und ganz bunt soll der neue Badebereich gestaltet werden.

Auch im Keller der Therme ist noch einiges zu tun. In den engen Gängen wurden bereits Lüftungsanlagen installiert, die noch angeschlossen werden müssen. Ebenso wie die Reinigungsanlage für das neue Kinderbecken.

Wenn alles gut läuft, sind die Baumaßnahmen Ende Dezember abgeschlossen. Gleich im neuen Jahr wird dann der zweite Abschnitt in Angriff genommen: die Sanierung des Thermalbads aus den 1990er-Jahren. Dort sind die Bauarbeiten auf zwölf Monate veranschlagt – wenn es keine Überraschungen gibt.

Benjamin Huck Treuchtlinger Kurier E-Mail

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Treuchtlingen