Mittwoch, 20.01.2021

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Das war 2020: Was das Corona-Jahr in Treuchtlingen brachte

Der komplette Jahresrückblick des Treuchtlinger Kuriers in Wort und Bild - 31.12.2020 06:04 Uhr

Strahlende Siegerin, lodernde Flammen, tiefe Trauer und verunsicherndes Virus: Schlaglichter des Jahres 2020 in Treuchtlingen.

30.12.2020 © Montage: Patrick Shaw


Das 13.000-Einwohner-Städtchen Treuchtlingen kennen vor allem Bahnfahrer. An der Stadtspitze haben die Bürger im zurückliegenden Jahr jedoch einen „Bahner“ abgewählt: Werner Baum (SPD) musste das Amt bei der Kommunalwahl überraschend klar an Kristina Becker (CSU) abgeben. Die zweifach promovierte Medizinerin und Anwältin ist damit die erste Frau auf dem Chefsessel im Treuchtlinger Rathaus.

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Das war 2020: Treuchtlingen im Jahresrückblick

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Wahlentscheidend waren wohl zum einen die chronisch klamme Kasse der strukturschwachen Kommune und die Unzufriedenheit in den sich vernachlässigt fühlenden Dörfern, die in der Flächengemeinde vier von zehn Wählern stellen, aber teils bis zu 15 Kilometer vom Stadtkern entfernt liegen. Zum anderen hatte der Amtsinhaber beim „Wasserstreit“ um die Förderrechte des ortsansässigen Mineralwasser-Riesen Altmühltaler einiges Vertrauen verspielt.

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Das war 2020: Ernstes und Kurioses aus dem Treuchtlinger Polizeibericht

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Viel Geld fließt in Treuchtlingen aktuell in den Neubau der Senefelder-Gesamtschule. Die mit etwa 1300 Schülern größte Schule im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen hatte aufgrund ihrer Bauweise aus den 1970er Jahren den Ruf, man brauche für den Abriss „nur einen Dosenöffner“. Wegen erheblicher Baumängel hat sich der Neubau im laufenden Betrieb allerdings um anderthalb Jahre verzögert und kostet statt 65 inzwischen rund 78 Millionen Euro.

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Das war 2020: Menschen aus Treuchtlingen

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Abgeschlossen wurde 2020 dagegen die 16 Millionen Euro schwere Modernisierung der Altmühltherme, die nun mit einer großen Saunalandschaft und einem stärkeren Fokus auf das örtliche Heilwasser punkten will. Ein Großprojekt für die nächsten Jahre ist die Aufwertung des Karlsgrabens zu einem „Heritage Interpretation Center“, welches das 1300 Jahre alte Bodendenkmal aus der Zeit Karls des Großen besser erlebbar machen soll. Das Dorf Dietfurt könnte zudem als Umgehung für die Bundesstraße 2 einen 900 Meter langen Tunnel durch die Jurakante bekommen.

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