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Der Treuchtlinger Reisemobilstellplatz brummt

Gäste durchweg zufrieden – Erneut zehn Prozent mehr als im Vorjahr - 21.06.2011 07:29 Uhr

Beweis für ein erfolgreiches Marketing: Der elfjährige Pascal zeigt Bürgermeister-Stellvertreter Richard Zäh, Tourismuschef Christoph Schmitz und seinem Vater Franz Schmidt (von rechts) den ADAC-Führer, in dem die Familie aus Waiblingen den Treuchtlinger Reisemobilstellplatz entdeckt hatte.

20.06.2011 © Shaw


Superlative findet beim Rundgang mit Bürgermeister-Stellvertreter Richard Zäh, Touristinfo-Leiter Christoph Schmitz und Rathaus-Geschäftsführer Christian Kundinger gleich das erste Urlauberpaar: „Treuchtlingen ist der beste Platz!“, meinen Carmen und Eberhard Wustmann aus Weißwasser bei Cottbus. Seit der Eröffnung vor vier Jahren kommen die beiden mehrmals im Jahr in die Altmühlstadt. Den Stellplatz hatten sie in einem Fachmagazin entdeckt.

Besonders freut sich Tourismuschef Schmitz über den Grund für den Besuch von Monika und Heinrich Herrmann. Denn das Ehepaar aus Ingelheim am Rhein hatte auf seiner Rundreise „gezielt nach einer Therme gesucht“. Die hat auch Heinrich Jakob aus Fulda für sich entdeckt – wenngleich das Treuchtlinger Bad seiner Ansicht nach „besser besucht sein dürfte“.

Während Jakob allerdings in seinem Wohnmobil-Giganten von der Dusche bis hin zum Moped allen erdenklichen Komfort dabei hat, schätzen die Herrmanns vor allem die modernen sanitären Anlagen des Stellplatzes in der Altmühlstadt. Die mit sieben mal elf Metern relativ großzügigen Parzellen („man hockt nicht so dicht aufeinander“) gefallen ihnen ebenso gut wie die räumlich getrennten Bereiche für Ver- und Entsorgung. Deshalb haben sie „spontan beschlossen, noch etwas länger zu bleiben“.

„Überhaupt nicht langweilig“

Aus Waiblingen bei Stuttgart kommen Sophia und Franz Schmidt mit ihren Kindern. Auch sie haben „nichts zu meckern“. Im Vergleich zu Nördlingen, wo sie zuvor Zwischenstopp gemacht hatten, sei der Treuchtlinger Platz viel ruhiger und „von der Ausstattung her fast schon ein Campingplatz“. Gut finden die Schwaben, dass die Kurtaxe im Übernachtungspreis von neun Euro enthalten ist. Denn zehn Euro sind für Franz Schmidt „die gefühlte Obergrenze“. Angenehm überraschend ist zudem, dass auch den Kindern in der Altmühlstadt „überhaupt nicht langweilig“ ist. Vom Thermenbesuch über eine Wanderung zur Villa Rustica bis hin zum Spielen und Toben im Kurpark hatten der elfjährige Pascal und die siebenjährige Sophia eine Menge Spaß. Papa und Mama sind sich deshalb einig: „Wir kommen wieder!“

Das haben offenbar auch etliche Besucher der Vorjahre getan, denn bis Ende Mai dieses Jahres haben Christoph Schmitz und sein Team bereits rund 4550 Übernachtungen auf dem Treuchtlinger Platz gezählt – gut zehn Prozent mehr als 2010. Seit Saisonbeginn im April ist der Platz damit zu fast zwei Dritteln ausgelastet.

Die neue „Wertstoffinsel“ ist vergangene Woche fertiggestellt geworden.

20.06.2011 © Shaw


Die weiteste Anreise hatten schließlich Sheila und Owen Booker aus dem englischen Shrewsbury, die gerade mit ihrem Wohnmobil in der Altmühlstadt eintreffen. Das britische Ehepaar ist auf Tour von Rothenburg über die Romantische Straße sowie entlang der Altmühl nach Passau und bei seinem ersten Deutschlandbesuch vor allem begeistert, „wie sauber hier alles ist“.

Generell sind laut Schmitz allerdings nur knapp zehn Prozent der Stellplatzgäste aus dem Ausland, meist aus Italien, den Niederlanden und der Schweiz. Die Vermarktung über die Dachmarke „Top-Platz“ werde aber zunehmend internationaler. Die Kur- und Touristinformation halte deshalb bereits Prospekte auf Englisch, Holländisch und Italienisch bereit.

 

Patrick Shaw

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