Sonntag, 15.12.2019

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Dietfurt: Grünes Licht für den Dattelbergtunnel

Die Fachprüfer halten die unterirdische B2-Umgehung von Dietfurt für die zumutbarste Variante. - 19.10.2019 05:50 Uhr

Noch verläuft die B 2 direkt durch Dietfurt. Derzeit laufen die Voruntersuchungen für die möglichen Umgehungstrassen, darunter auch der vielfach geforderte Tunnel durch den Dattelberg (rechts oben). © Foto: Limes-Luftbild.de


 Nur die Kosten-Nutzen-Prüfung des Bunds und das Votum des Treuchtlinger Stadtrats stehen nun noch aus.

Bereits bei ihrer letzten Sitzung im Juli hatten die Mitglieder der Arbeitsgruppe den "Dattelbergtunnel" klar favoriert. Die Planer des Staatlichen Bauamts in Ansbach mussten damals allerdings noch auf die Bremse treten. Insbesondere die naturschutzfachliche Einschätzung der beiden wesentlich günstigeren Varianten durch das Dietfurter Ried beziehungsweise nahe daran vorbei lag noch nicht vor.

Nach der nun erfolgten Abstimmung mit den Fachbehörden sind die Eingriffe in die Natur bei diesen Trassen jedoch so gewichtig, "dass man sie nur rechtfertigen könnte, wenn keine zumutbaren Alternativen vorliegen", so der leitende Planer Werner Ott.

Eine solche "zumutbare Alternative" ist jedoch den Gutachtern zufolge der Dattelbergtunnel. Er schneidet in der Gesamtschau am besten ab – mit Ausnahme der doppelt so hohen Baukosten. Auch die politische Lenkungsgruppe um Bürgermeister Werner Baum, Landrat Gerhard Wägemann und Vertreter der Regierung von Mittelfranken hatte sich zuletzt für diese Variante ausgesprochen.

"Wir wollten die Variantenfindung transparent und gemeinsam mit den Akteuren vor Ort vornehmen", erklärt Bauamtsleiter Heinrich Schmidt. "Das ist uns ein Stück weit gelungen, auch wenn es länger gedauert hat und wir uns nicht früher festlegen konnten." Allerdings mahne er nach wie vor zur Vorsicht: "Ob diese Variante realisiert werden kann, entscheidet eine Projektnachbewertung, die der Bund einfordert." Positiv werde diese nur ausfallen, wenn das Nutzen-Kosten-Verhältnis stimmt. Ansonsten gelte die Tunnelvariante mangels volkswirtschaftlichen Nutzens als "nicht bauwürdig".

Als nächstes wird nun der Stadtrat am 14. November in öffentlicher Sitzung in der Stadthalle über die Vorzugsvariante informiert und stimmt darüber ab. Danach stellen die Planer die nächsten Schritte vor.

tk/psh E-Mail

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