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Freitag, 03.07.2020

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Erneut Bienenseuche in Treuchtlinger Ortsteil ausgebrochen

Die Amerikanische Faulbrut erreicht nun auch Gundelsheim - Sperrbezirk eingerichtet - 23.06.2020 14:04 Uhr

So sieht ein gesundes Bienenvolk aus. Um ein übergreifen der Faulbrut auf andere Bienenstöcke zu verhindern, greift das Landratsamt nun zu besonderen Maßnahmen.

© Michael Matejka


Das Landratsamt hat mit sofortiger Wirkung einen Sperrbezirk mit zwei Kilometern Radius um den Ausbruchsort gezogen. Betroffen sind die Gemarkungen Gundelsheim, Möhren, Rehlingen und Büttelbronn. Das Gebiet überschreitet die Landkreisgrenze zum Donau-Ries, sodass auch das dortige Veterinäramt eingeschaltet ist. Für Menschen ist die Krankheit nach Auskunft des Landratsamtes ungefährlich. Honig aus betroffenen Beständen zu essen, sei unbedenklich.

Alle Bienenhalter im Landkreis, die ihre Völker bisher noch nicht angemeldet haben, sind aufgerufen, dies unverzüglich nachzuholen. Das ist telefonisch unter der Nummer 09141/90 22 72 oder per E-Mail an veterinaeramt.lra@landkreis-wug.de möglich. Im Internet unter www.landkreis-wug.de/veterinaerwesen-und-lebensmittelueberwachung/tierseuchenbekaempfung/faulbrut stehen dafür Formulare bereit.

Die Karte zeigt den Sperrbezirk, den das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen ausgewiesen hat und in dem aufgrund einer Allgemeinverfügung der Behörde ab sofort strenge Regeln im Umgang mit Bienenvölkern gelten. © Tierseuchennachrichtendienst


Das Landratsamt wird nach eigenen Angaben in Kürze eine weitere Allgemeinverfügung zur Bekämpfung der Faulbrut erlassen. Für deren Dauer dürfen Bienenstände im Sperrbezirk nicht mehr entfernt sowie weder lebende und tote Bienen noch Waben, Wachs, Honig, Futter oder Geräte entnommen werden. Ebenso dürfen keine neuen Bienen in das Gebiet gebracht werden. Ungenutzte Stöcke müssen dicht verschlossen werden. Alle Bienenstände im Sperrbezirk werden von Amtstierärzten untersucht, befallene Völker werden behandelt oder getötet.

Die Amerikanische Faulbrut ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, die von Bakterien ausgelöst wird. Nur deren Sporen sind infektiös, bleiben dies aber über Jahrzehnte. Ausgewachsenen Insekten schadet die Seuche nicht, der Befall der Brut kann aber ganze Völker ausrotten. Nicht nur Imker können einer Infektion durch bestimmte Vorkehrungen vorbeugen: Auch die Verbraucher können die Gefahr vermindern, indem sie keine Gläser mit Honigresten im Altglascontainer entsorgen. Auch das Füttern von Bienen mit Honig sollte unterlassen werden.

Bereits im April ist es im Treuchtlinger Ortsteil Oberheumödern zu einem Ausbruch der Seuche gekommen

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