Es ist soweit! Richtfest für Treuchtlinger Feuerwehrhaus gefeiert

3.6.2021, 06:01 Uhr
 Erster Feuerwehrkommandant Christoph Misoph, Stellvertreter Hermann Schweier, Bauamtsmitarbeiter Florian Forster, Architekt Martin Hertlein, der Feuerwehrbeauftragte des Stadtrats, Uwe Linss, Zweiter Bürgermeister Hans König, Dritter Bürgermeister Hubert Stanka und Erste Bürgermeisterin Kristina Becker lauschen gespannt den Worten der Firma Schöckel, die im Gebäude den Holzbau übernommen hat und voller Begeisterung in der Morgensonne den Richtspruch vortrug.

 Erster Feuerwehrkommandant Christoph Misoph, Stellvertreter Hermann Schweier, Bauamtsmitarbeiter Florian Forster, Architekt Martin Hertlein, der Feuerwehrbeauftragte des Stadtrats, Uwe Linss, Zweiter Bürgermeister Hans König, Dritter Bürgermeister Hubert Stanka und Erste Bürgermeisterin Kristina Becker lauschen gespannt den Worten der Firma Schöckel, die im Gebäude den Holzbau übernommen hat und voller Begeisterung in der Morgensonne den Richtspruch vortrug. © Lidia Piechulek

Es war ein beschauliches Fest in der Elkan-Naumburg-Straße. Ein halbes Dutzend versammelte sich zum Richtfest. "Aufgeschoben heißt nicht aufgehoben", erklärte die Bürgermeisterin der Stadt Treuchtlingen, Kristina Becker, in ihrer feierlichen Ansprache vor kleinem Publikum. Von den Floriansjüngern waren der Erste Feuerwehrkommandant Christoph Misoph sowie sein Stellvertreter Hermann Schweier anwesend. Desweiteren hörten Bauamtsmitarbeiter Florian Forster, Architekt Martin Hertlein, der Feuerwehrbeauftragte des Stadtrats, Uwe Linss, Zweiter Bürgermeister Hans König und der Dritte Bürgermeister, Hubert Stanka, der Ansprache von Kristina Becker und dem feierlichen Richtspruch zu. Diesen leistete die Firma Schöckel, die im Gebäude den Holzbau übernommen hat.

Größeres Fest soll folgen

Im Winter könne man sich vorstellen, das Richtfest in einem größeren Rahmen nachzufeiern, erklärten die Beteiligten einhellig. In ihrer Rede erinnerte Kristina Becker erneut an den lange zurückliegenden Entschluss darüber, dass die Freiwillige Feuerwehr der Treuchtlinger Kernstadt eines neuen Feuerwehrhauses bedarf.

"Wer das alte Gerätehaus kennt, wird bestätigen, dass es Zeit wurde, neue Wege zu gehen", formulierte sie. An diese Erkenntnis (etwa im Jahr 2014) schlossen sich eine längere Standortsuche und wiederkehrende Debatten im Stadtrat an, bei der zeitweise ein Areal am Brühl und an der Heustiege, so wie einige weitere im Gespräch waren.

Eine lange Debatte

Letztlich fiel die Wahl auf den ehemaligen Standort der Firma "KB Kunststofftechnik" in der Elkan-Naumburg-Straße. Hiernach wurde das Ausmaß der neuen Räumlichkeiten debattiert, 2020 folgte der Startschuss: Im Frühjahr fand der Abbruch statt, welcher sich aufgrund der Pandemie leicht verzögerte.

Im Mai 2020 begannen die Erdarbeiten, in den Sommermonaten folgte der Rohbau. Im Winter wurde schließlich das Dach errichtet, sodass man nun gemeinsam das Richtfest feiern konnte. Plangemäß soll der Gebäudekomplex nun Ende des Jahres fertiggestellt werden, die Außenanlagen und der Übungsturm folgen im Frühjahr 2022.


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Dankesworte richtete die Bürgermeisterin auch an den Architekten, Martin Hertlein, für seine gute Arbeit. Sie hob hervor, dass man durch gelungene Ausschreibungen bislang stets gute Preise hat erzielen können, und das, obwohl es derzeit eine exorbitante Preise aufgrund der Verknappung des Baumaterials auf dem Markt gibt.

Probleme mit dem Übungsturm

Demnach gab es bislang nur geringfügige Preissteigerungen bei den Gesamtkosten von 1,47 Prozent gegenüber der ursprünglichen Kostenberechnungen. Nach wie vor kalkuliert die Stadt Treuchtlingen also mit 6,7 Millionen Euro Eigenkapital für dieses Bauprojekt, von denen mittlerweile 4,7 Millionen Euro bereits vergeben worden sind.

Gewissermaßen "das Sorgenkind" auf dem neuen Areal ist derzeit der Übungsturm, der im hinteren Bereich des Feuerwehrhauses errichtet werden soll. Für diese Stahlkonstruktion mit 24 Metern Höhe sei es derzeit unmöglich, gute Preise zu erzielen, erläuterte Becker.

Man denke daher aktuell darüber nach, das Konstrukt übergangsweise in Holz zu bauen, bis sich das Preisniveau für Stahl auf dem Markt wieder stabilisiert hat. Verzichten könne man auf diesen Turm zwischenzeitlich auch nicht, da es sich um einen Notausgang handelt.

So soll das neue Gerätehaus sein

In der neuen Fahrzeughalle wird es acht normale Stellplätze, sowie einen weiteren Stellplatz in der geplanten Wasch- und Rüsthalle geben. Das Gebäude bekommt auch eine Schlauchwerkstatt samt 24 Meter hohem Übungsturm mit Fenstern und Balkonen. Darüber hinaus gibt es Umkleiden, einen Schulungsraum, Jugendraum und eine Kleiderkammer. Auf der Rückseite des Gebäudes entstehen 55 Autostellplätze, die auch als Übungsfläche genutzt werden können.

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