20°

Mittwoch, 26.06.2019

|

zum Thema

Grober Zeitplan für B 2-Umgehung von Dietfurt steht

14-köpfige Arbeitsgruppe erarbeitet alle möglichen Trassenverläufe - 16.03.2017 09:19 Uhr

Noch rollt der Verkehr durch Dietfurt. Eine Arbeitsgruppe macht sich nun auf die schwierige Suche nach einer vernünftigen Umgehung. © Archivbild Patrick Shaw


Drei grob angedachte Varianten sind im Dorf schon seit Jahren im Gespräch: Die Umfahrung im Westen durch das Schambachried und über die Altmühl, für die bis zu sieben Brücken gebaut werden müssten und die nah am Treuchtlinger Burgstall vorbei führen würde; die Trasse im Osten über die Jurakante, für die die Bundesstraße einen gehörigen Höhenunterschied überwinden müsste; und die spektakulär klingende Idee einer Untertunnelung von Altmühl und Teilen des Dorfs.

Aus planerischer Sicht gebe es allerdings noch mindestens ein halbes Dutzend weitere Möglichkeiten, betonte Bürgermeister Werner Baum in der jüngsten Stadtratssitzung. Dort stellte der Rathauschef auch die Zusammensetzung der Entscheidungsgremien vor. Der „Lenkungsgruppe“ gehören Baum selbst sowie Landrat Gerhard Wägemann und der Leiter des staatlichen Bauamts, Heinrich Schmidt, an.

Mitglieder der „Arbeitsgruppe“ sind fünf weitere Vertreter des Bauamts, des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie des Wasserwirtschaftsamts. Dazu kommen stellvertretend für den Stadtrat CSU-Fraktionschef Uwe Linss, SPD-Ratsmitglied Manfred Albert und FW-Fraktionschef Klaus Fackler sowie Thomas Schäff von der städtischen Bauverwaltung. Das Dorf repräsentieren Ortssprecher Chris­tian Früh, Dorfvereins-Vorsitzender Hubert Stanka, Landwirt Jochen Zäh, Landschaftsarchitekt Thomas Glöckel und Nicole Heinrichmeyer.

Von vielen zur „Vorzugsvariante“

Das erste Mal trifft sich die Arbeitsgruppe im Mai oder Anfang Juni, um die eigenen Aufgaben und Ziele zu definieren. Bis Ende Juni soll das 14-köpfige Gremium dann alle denkbaren Trassenvarianten zusammengetragen haben, sodass diese bei der ers­ten Bürgerversammlung zum Thema im Juli vorgestellt werden können. Die „Grobauswahl“ soll bis Jahresende erfolgen.

Bis sich daraus auf Basis der Detailplanung die „Vorzugsvariante“ herauskristallisiert hat, wird laut Baum allerdings noch ein weiteres Jahr ins Land gehen. Über jeden Schritt würden die Dietfurter in weiteren Bürgerversammlungen sowie über die Internetseite des Bauamts (www.stbaan.bayern.de/strassenbau/projekte/S_Projekte_WUG) auf dem Laufenden gehalten, so der Rathauschef.

Naturschutz im Auge behalten

Klaus Fackler mahnte darüber hinaus an, „bei Bedarf naturwissenschaftlichen Sachverstand hinzuzuziehen“, wie zum Beispiel einen Vertreter der Unteren Naturschutzbehörde als kooptierendes Mitglied der Arbeitsgruppe. Denn „jede Trasse wird die Natur stark beeinträchtigen“, so der FW-Fraktionschef.

Dr. Kristina Becker (CSU) fragte zudem nach der Beteiligung der Bewohner des von der Ost-Variante stark betroffenen Bergnershofs. Die Zusammensetzung der Arbeitsgruppe hätten jedoch allein die Dietfurter bestimmt, erklärte Baum. Es sei wohl auch sinnvoller, direkt betroffene Bürger erst in die Planungsgruppe einzubeziehen, wenn die definitive Trasse feststehe. Bis dato sei deren Verlauf völlig offen, es gebe noch „keinen Favoriten“.

 

Patrick Shaw

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Dietfurt