Herbstjagd des Treuchtlinger Reitvereins

30.10.2013, 07:29 Uhr
Zwischen den Meuteführern nahmen die Beagles die Spur des „Fuchses“ auf und führten die Jagdgesellschaft an.

Zwischen den Meuteführern nahmen die Beagles die Spur des „Fuchses“ auf und führten die Jagdgesellschaft an. © Shaw

Bei dieser Form der Jagd folgen die Hunde einer Duftspur (Schleppe), die der „Fuchs“ (ein Reiter der Equipage) vorher legt. Die „Piköre“ (Meuteführer) begleiten die Meute, dahinter reitet die übrige Jagdgesellschaft. Eine Besonderheit der „Frankenmeute“ ist, dass ihre Beagles nicht auf die Verfolgung einer künstlichen Spur aus Fisch- oder Pansenlauge trainiert sind, sondern lediglich die Trittspur und den Eigengeruch des Pferds aufnehmen.


Für den Treuchtlinger Reitverein war es nach vielen Jahren mit Fuchsjagden die zweite Schleppjagd überhaupt. Dutzende Freunde und Zuschauer waren auf die Reitanlage in Gstadt gekommen, um den Aufbruch der 23 Reiter und 20 Hunde zu sehen sowie zu den Jagdhornklängen der „Schanzer Parforce“ aus Ingolstadt auf eine erfolgreiche Jagd anzustoßen. Unter den Gästen begrüßte Vereins­chefin Gabriele Dreger insbesondere Bürgermeister Werner Baum, Frankenmeute-Präsident Jürgen Hoepffner­ aus Fürth und Jagdherr Dr. Roland Hämmerle aus Holzheim.


Unter tiefblauem Himmel ging es anschließend durch die herbstliche Landschaft. Die Hunde gaben mit ihrer Witterung die rund 20 Kilometer lange Strecke vor, die Jagdhörner waren weithin zu hören. Nach dem Aufgalopp Richtung Graben gelangten Mensch und Tier über Grönhart, Holzingen und Kattenhochstatt zum Trommetsheimer Berg. Von dort folgte die Jagdgesellschaft nach einer Rast der Altmühl bis Bubenheim, wo sich die Vierbeiner im Fluss erfrischten.


Die eigentliche Belohnung wartete freilich nach der Rückkehr zur Reitanlage: Anstecknadeln der Frankenmeute für die Reiter und das „Curée“ aus Rinderpansen für die Hunde. Neben allen Beteiligten und Zuschauern, die die Jagd streckenweise per geführter Auto-Kolonne begleitet hatten, bedankte sich Gastgeberin Gabriele Dreger abschließend insbesondere bei den Landwirten, über deren Wiesen die Gesellschaft geritten war. Den Ausklang bildeten das Jagd­essen und gemütliche Beisammensein in der Reiterstube.

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