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Freitag, 23.10.2020

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Hospizverein auch im BRK-Seniorenzentrum aktiv

Eherenamtliche Helfer leisten Unterstützung bei der Palliativarbeit - 21.01.2020 05:56 Uhr

Das BRK-Seniorenzentrum an der Altmühltherme in Treuchtlingen kooperiert nun mit dem Hospizverein im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen.

© Archivfoto: Patrick Shaw


Alte und kranke Menschen auf ihren letzten Lebenstagen begleiten – diese Aufgabe verfolgt der Hospizverein im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen bereits seit über 20 Jahren. Nun hat der Verein mit dem Treuchtlinger BRK-Seniorenzentrum an der Altmühltherme eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Das Rote Kreuz erhofft sich von der Kooperation eine professionelle Unterstützung sowie eine ehrenamtliche Entlastung, so der Geschäftsführer des Kreisverbands Südfranken, Rainer Braun.

Die Kooperationspartner (v. li.): Palliativfachkraft Bianka Steinmüller, die Koordinatorinnen des Hospizvereins Doris Holz und Sandra Meyer, BRK-Kreisverbands-Geschäftsführer Rainer Braun sowie die Leiterin des Seniorenzentrums, Marina Schwenk.

© Foto: Benjamin Huck


 In der Treuchtlinger Einrichtung gibt es mit Bianka Steinmüller bereits eine feste Palliativkraft, die sich mit den Bedürfnissen von Menschen in ihren letzten Lebenstagen auskennt. Allerdings kann sie nicht 365 Tage im Jahr im Einsatz sein – in Urlaubszeiten springt dann einer der 45 Ehrenamtlichen des Hospizvereins ein. Sie kommen und verbringen einige Stunden pro Woche mit den Sterbenden, etwa indem sie ihnen ein Instrument vorspielen und so für Entspannung sorgen.

Voraussetzung ist natürlich, dass der Bewohner oder dessen Angehörigen das auch wünschen. "Es ist wichtig, bereits in guten Tagen an den Tod zu denken und das zu klären", sagt Koordinatorin Sandra Meyer. Der Verein hat nun mit insgesamt zehn Senioreneinrichtungen im Landkreis eine Vereinbarung geschlossen. Bis zu seinem Bestehen, gab es auch eine Kooperation mit dem ehemaligen städtischen Altenheim in der Wettelsheimer Straße.

Zudem gibt es die Möglichkeit einer ambulanten Betreuung in der Wohnung des Betroffenen. "Im gewohnten Umfeld geht es vielen Menschen besser als etwa im Krankenhaus", so Meyer. Jedoch sieht sich der Hospizdienst auch als Ansprechpartner für die Angehörigen, wenn es um den Abschied geht. "Ein großes Thema ist beispielsweise die Ernährung. Viele Menschen möchten am Ende ihrer Tage nichts mehr essen, die Angehörigen wissen dann oft nicht, wie sie damit umgehen sollen." Aus diesem Grund bietet der Verein auch "Letzte-Hilfe-Kurse" an, in denen sie mehr über das Umsorgen von schwerkranken und sterbenden Menschen am Lebensende erfahren.

Bilderstrecke zum Thema

Wohnen im Alter in Treuchtlingen: Rundgang durchs fertige BRK-Seniorenzentrum

„Ein Platz für ältere Mitbürger mitten in der Gesellschaft“ und „ein Vorzeigeprojekt für ganz Bayern“ ist laut Bürgermeister Werner Baum das neue Seniorenzentrum des Rotkreuz-Kreisverbands Südfranken in Treuchtlingen. Die Käufer und künftigen Bewohner der insgesamt 60 Heim­plätze, 30 Tagespflegeplätze und 42 Servicewohnungen erhielten nun die Schlüssel.


 

Finanziert wird das Angebot durch Spenden, aber auch durch die Beiträge der inzwischen gut 170 Mitglieder, zu denen nun auch das Seniorenzentrum in Treuchtlingen gehört. Etwa 60 bis 80 Anfragen gebe es pro Jahr, um die 40 Menschen werden dann auf den Weg in den Tod begleitet, so Meyer, die sich über Unterstützung freut: "Wer ehrenamtlich helfen möchte, kann sich gerne bei uns melden."

Mehr Informationen zum Verein und dessen ambulanten Hospizdienst gibt es im Internet unter www.hospizdienst-af.de sowie unter Telefon 09831/61 91 61.

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