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Kinder im Seniorenheim? Das plant das BRK in Treuchtlingen

Der Rotkreuz-Verband Südfranken erweitert seinen Standort um eine Groẞtagespflege für Kinder - 17.03.2021 06:04 Uhr

Vor zwei Jahren hat das Rote Kreuz sein Seniorenzentrum an der Treuchtlinger Altmühltherme eröffnet. Nun sollen neben den rund 60 Heimbewohnern und 30 Tagespflegeplätzen für Senioren auch bis zu 16 Kinder tagsüber in der Einrichtung betreut werden.

16.03.2021 © TK-Archiv, Patrick Shaw


Laut Rotkreuz-Kreisverband Südfranken gibt es derzeit allerdings noch keinen konkreten Starttermin für das Betreuungsangebot, da dieses noch mitten in der Planungsphase steckt. Maximal 16 Betreuungsverhältnisse soll es dem Konzept zufolge geben. An einem Tag dürfen aber nur insgesamt zehn Kinder gleichzeitig betreut werden. Dafür wird es bis zu drei Mitarbeiterinnen geben, beispielsweise Tagesmütter.

Ende Februar hatte der Stadtrat die Umsetzung des Projekts bewilligt. Er erkannte den Bedarf für die Pflege an und lehnte zukünftige Defizitvereinbarungen ab. Gegen den Beschluss stimmten die drei UFW-Ratsmitglieder Hubert Stanka, Klaus Fackler und Christian Früh. Fackler erklärte, dass er eine weitere Betreuungseinrichtung nicht befürworte, wenn die Geburtenzahlen in Treuchtlingen doch rückläufig seien.


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Bürgermeisterin Kristina Becker hatte eingangs betont, dass es sich bei der Großtagespflege um ein Zusatzangebot handle, das die städtischen Einrichtungen nicht "kannibalisieren" soll. Dem pflichtete auch die kommunale Schul- und Kindergartenbeauftragte Tina Büttner bei. Die Lage des Rotkreuz-Seniorenzentrums in unmittelbarer Nähe zur Stadtmitte sei für manche Eltern mit Sicherheit vorteilhaft, zudem decke das Angebot eine sehr große Altersspanne ab.

Eltern haben die Wahl

Sie könne sich beispielsweise vorstellen, dass die Großtagespflege gerade für Kinder mit hohem Unterstützungsbedarf gut geeignet wäre, so Büttner. Die Verwaltung sehe es insgesamt als einen Vorteil für Treuchtlingen sowie als Zeichen der Familienfreundlichkeit, wenn Eltern zwischen vielen Angeboten unterschiedlicher Ausrichtungen und Träger wählen können. Zudem müsse sich die Stadt bei der geplanten Einrichtung nicht darum bemühen, dass die neuen Plätze auch tatsächlich in Anspruch genommen werden.


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Die nun neu entstehende Betreuungseinrichtung könnte allerdings ein wichtiger Baustein sein, wenn die städtischen Plätze in Zeiten mit hoher Auslastung knapp werden. Dies könnte etwa der Fall sein, wenn sich in einem Jahr viele Eltern von sogenannten Korridorkindern (also Kindern, die zwischen Juli und September geboren wurden) gegen die Einschulung ihres Kinds entscheiden oder viele Kinder als Spätfolge der Corona-Pandemie nicht versetzt werden.

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