Projektarbeit der TUM 

Macht der Deutschlandtakt Treuchtlingen "attraktiv"?

11.7.2021, 06:00 Uhr
Ziehen mehr Menschen nach Treuchtlingen, wenn mehr Züge fahren? Diese und andere Forschungsfragen analysierte eine Gruppe Studenten aus München.

Ziehen mehr Menschen nach Treuchtlingen, wenn mehr Züge fahren? Diese und andere Forschungsfragen analysierte eine Gruppe Studenten aus München. © TK-Archiv

Am Montag, 12. Juli, stellen Studenten der Technischen Universität München (TUM) in der Stadthalle die Ergebnisse ihres Projektes „Treuchtlingen: Impulse für die Stadtentwicklung durch Erreichbarkeit“ vor. Die Veranstaltung kann außerdem über stream.treuchtlingen.de verfolgt werden. In einer Chat-Funktion können die Zuschauer dann auch Fragen stellen. Los geht es um 18 Uhr.

Treuchtlingen profitiert vom Takt

Entstanden ist die Zusammenarbeit zwischen der TUM und der Stadt Treuchtlingen auf Initiative von Bürgermeisterin Kristina Becker. Über einen Zeitungsbericht hat sie von den Forschungsergebnissen „Deutschlandtakt – Erreichbarkeitsveränderungen im Bahn-Fernverkehr“ des Lehrstuhls für Urbanistik und Stadtentwicklung der TUM erfahren.


Treuchtlingen: Von der Eisenbahn- zur Altmühlstadt


Laut dieser Forschung profitiert Treuchtlingen besonders von den neuen Angeboten im Fernverkehr, weil er zukünftig regelmäßige und direkte ICE-Verbindungen nach Nürnberg, Augsburg und nach München geben soll. Sie sollen im Rahmen des Deutschlandtaktes der Deutschen Bahn ab 2030 nach und nach realisiert werden.

Welche Chancen - und welche Herausforderungen?

Auf Grundlage dieser Studie wurde das Thema im Rahmen einer Master-Projektarbeit weiter verfolgt. Auch die Herausforderungen für Treuchtlingen im Bezug auf die höhere Erreichbarkeit wurden beleuchtet.

Becker erinnerte diesbezüglich an die lange Bahntradition der Altmühlstadt. Die noch bessere Erreichbarkeit von größeren und kleineren Zentren mit der Bahn würde durch den Deutschlandtakt maßgeblich gefördert, betonte sie. „Mit Einführung des Deutschlandtakts ist für Treuchtlingen eine Zunahme der Zugfrequenz verbunden – hier wollen wir möglichst alle Vorteile für unsere Stadt rechtzeitig im Blick haben“, erklärte das Stadtoberhaupt.


Bis Dezember 2020: Bahn baute südlich von Treuchtlingen


Klar sei laut Becker auch, dass man auch die Nachteile, vor allem mehr Lärm, bedenken müsse: „Wir sind froh, dass unsere Strecke nicht nur bestehen bleibt, sondern sogar ausgebaut wird. Den damit verbundenen Entwicklungen möchten wir frühzeitig mit einem städteplanerischen Konzept begegnen.“

Gewinnt die Stadt an Attraktivität?

Am Projekt beteiligt wurde auch die Treuchtlinger „Pendlergruppe“. Von Seiten der Universität wird die Projektarbeit von Fabian Wenner und Prof. Dr. Alain Thierstein betreut. „Die gute und weiter steigende Erreichbarkeit auf der Schiene, zusammen mit möglichen gewandelten Wohnpräferenzen durch mehr Homeoffice in der Zukunft, machen Treuchtlingen zu einem sehr spannenden Untersuchungsraum für unsere Studentinnen und Studenten“, so Wenner.

Die Ergebnisse aus der Projektarbeit werden am Montagabend von den Studenten selbst vorgestellt. Diese sollen anschließend in die Stadtentwicklung einfließen.