Donnerstag, 06.05.2021

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Monheim: Brüder gehen nach Autounfall auf Ersthelfer los

Anschließend flohen beide zu Fuß vom Unfallort - 13.04.2021 14:29 Uhr

Am späten Sonntagnachmittag ereignete sich auf der Ortsverbindungsstraße von Wittesheim kommend in nördlicher Fahrtrichtung zum Waldgebiet Barlüsse ein kurioser Verkehrsunfall mit anschließender polizeilicher Fahndung, in den zwei uneinsichtige Brüder verwickelt waren.

Alles begann, als um 17.15 Uhr der 20-jährige Autofahrer mit seinem 18-jährigen Bruder als Beifahrer circa 600 Meter nach dem Ortsausgang von Wittesheim auf freier Strecke nach rechts von der Fahrbahn abkam. Der Wagen kam dort in einem Bachlauf auf der Beifahrerseite zum Liegen. Laut Polizeibericht erlitt dieser wohl Totalschaden.

Ersthelfer wurde angegriffen

Ein 49-jähriger Monheimer, der wenig später die Stelle passierte, stoppte sofort seinen Wagen und wollte erste Hilfe leisten. Das Brüderpaar reagierte jedoch äußerst aggressiv auf dieses Vorhaben. Im weiteren Verlauf ging der 20-jährige Unfallfahrer den Ersthelfer derart massiv verbal an, dass dieser in sein Auto flüchtete und die PI Donauwörth informierte.

Der Unfallverursacher ging ihm nach und schlug dem Ersthelfer mit der Faust ins Gesicht. Er erlitt eine Prellung an der linken Gesichtshälfte. Der jüngere Bruder warf anschließend Schottersteine auf den Wagen des Ersthelfers, die allerdings ihr Ziel verfehlten. Hiernach flüchteten die Brüder zu Fuß.

Wilde Flucht mit dem Fahrrad

Ersten Ermittlungen zufolge soll der 20-Jährige anschließend mit der Faust gegen die Glasscheibe des Schaukastens der Kirche St. Emmeram geschlagen haben, welche dadurch zersplitterte. An einer Glasscherbe wurden Blutspuren gesichert. Kurze Zeit später waren beide Brüder jeweils auf einem Fahrrad in Wittesheim unterwegs. Der Jüngere wurde von einer Polizeistreife um 17.45 Uhr angehalten. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 1,8 Promille. Die Beamten unterbanden die Weiterfahrt.


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Der ältere Bruder stürzte gegen 18 Uhr etwa 500 Meter westlich von Wittesheim von seinem Fahrrad und landete erneut im Straßengraben. Danach flüchtete er zu Fuß weiter. Eine Zivilstreife fand ihn schließlich blutüberströmt auf einem Feldweg. Ein Rettungshubschrauber flog ihn ins Klinikum Ingolstadt, er hatte 2,3 Promille. Beide Brüder erwarten nun diverse Strafanzeigen.

lid

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